Bus-Sparte schwächelt in Westeuropa
Stuttgart/Ulm. Das Busgeschäft hat dem Daimler-Konzern im vergangenen Jahr keine große Freude gemacht. Insbesondere in Westeuropa sank die Nachfrage.
Die Bus-Sparte des Daimler-Konzerns hat das Jahr 2011 weniger erfolgreich abgeschnitten als andere Sparten. Der Absatz stieg zwar um 2 Prozent auf 39 741 verkaufte Einheiten. Doch das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sank um 25 Prozent auf 162 Mio. EUR und der Umsatz um 3 Prozent auf 4,4 Mrd. EUR. Der Negativtrend bei Erlösen und Ertrag "ist hauptsächlich auf einen geringeren Absatz von Komplettbussen in Westeuropa und Nordamerika zurückzuführen", erläuterte Daimler-Finanzchef Bodo Uebber.
Dennoch betonte gestern Hartmut Schick, der das Busgeschäft verantwortet: "Wir haben unsere Position als Marktführer in all unseren Kernmärkten klar behauptet." Trotz des schwierigen Marktumfeldes sei der Absatz schließlich gestiegen. "Ausschlaggebend waren hierfür insbesondere die positive Geschäftsentwicklung bei den Mercedes-Benz-Fahrgestellen in Lateinamerika und Mexiko sowie deutliche Zuwächse bei den Komplettbussen in der Türkei."
Von 2013 an soll die Bussparte nach Uebbers Angaben eine Umsatzrendite von 6 Prozent abwerfen. Im vergangenen Jahr betrug diese aber nur 3,7 Prozent. Doch auch da gab es auf der Bilanzpressekonferenz Entwarnung: Andreas Rentschler, der Vorstand der Nutzfahrzeugsparte, stellte klar, dass das Daimler-Busgeschäft dieses Ziel immer wieder mal erreicht, mitunter sogar übertroffen hat. Zum Beispiel 2008, als die Sparte 8,4 Prozent Rendite einfuhr.
Im vergangenen Jahr machte den Stuttgartern vor allem die krisenbedingt dünnere Auftragslage in einigen Euroländern zu schaffen. Im westlichen Europa wurden mit 5900 Bussen gegenüber dem Vorjahr 17 Prozent weniger verkauft. "Insbesondere im Stadtbusgeschäft war die andauernde Zurückhaltung der öffentlichen Hand zu spüren", sagte Uebber. Angesichts der weiter schwelenden Schuldenkrise dürfte dieser Trend 2012 noch anhalten.
Für Zuversicht sorge aber eine "neue Reisebusgeneration" der Marke Setra. Zudem bringe Daimler "mit dem Mercedes-Benz Travego Edition 1 den weltweit ersten Reisebus mit Euro-VI-Technologie" auf den Markt. Und in Indien gehe ein neues Stadtbusmodell an den Start.
Die Werke in Neu-Ulm und Mannheim sind jedenfalls ausgelastet. Produktionschef Wolfgang Hänle sagte: "In Summe haben wir das Jahr 2011 am Standort Ulm gut beendet und die Vollbeschäftigung unserer rund 3700 Mitarbeiter dank des flexiblen Produktionssystems gesichert." Im vierten Quartal 2011 zog zudem das Geschäft wieder an. Der Absatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 12 231 Einheiten, der Umsatz um 3 Prozent auf 1,4 Mrd. EUR und das Ebit um 30 Prozent auf 109 Mio. EUR.
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Autor: KAREN EMLER | 10.02.2012
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Hartmut Schick, der Chef der Daimler-Bus- Sparte ist zu- versichtlich.
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Kommentare (1)
Durch die Weltgeschichte irrende Managements
Suchte allen voran das Management von Daimler-Busses das Heil (vgl. Durkheim, 1983: 183, Orig.: 1897) weniger auf den Feldern der Arbeitspsychologie als vielmehr auf den sozioökonomisch in Fragen ansteigender Renditen ausschließlich relevanten der Industriesoziologie, wären die dortigen Arbeitskräfte wegen tagtäglich dadurch auf den shop floor durchschlagendem Unfug auch weniger dem Verschleiß preisgegeben. Infolge dessen verringerte sich somit die Rate vorzeitigen Ausscheidens aus dem Produktionsprozess aufgrund auf diese fehl gehende Weise eingeschränkter Gesundheit.