Bund gibt grünes Licht für Griechenland-Hilfe

Berlin.  Die Bundesregierung hat grünes Licht für die nächste Milliardenhilfe für Griechenland gegeben. Das Land habe die Auflagen des Sparprogramms bis zum Ende des zweiten Quartals erfüllt. Die Bundesregierung befürworte daher die Auszahlung der zweiten Kredittranche am 13. September.

Das geht aus einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Finanzministerium, Steffen Kampeter (CDU), an die Vorsitzende des Bundestags-Haushaltsausschusses, Petra Merkel (SPD), hervor, über das am Donnerstag auch die «Bild»-Zeitung berichtet hat.

Die erste Kredithilfe Deutschlands umfasste 4,43 Milliarden Euro, die fällige zweite Tranche beträgt rund 1,5 Milliarden Euro. Das Geld wird von der staatlichen KfW Bankengruppe ausgereicht.

Insgesamt steht eine Bundesbürgschaft für deutsche Notkredite für Griechenland von bis zu 22,4 Milliarden Euro über drei Jahre zur Verfügung. Sie sind Teil des Rettungspakets von bis zu 110 Milliarden Euro vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Euro-Gruppe.

Damit sollen ein Staatsbankrott Griechenlands verhindert und die Stabilität in der europäischen Währungsunion gesichert werden. Deutschland steuert von den Euro-Ländern entsprechend des Anteils am Kapital der Europäischen Zentralbank (EZB) die größte Summe bei.

EU-Kommission, EZB und IWF hatten geprüft, wie die Auflagen des «Anpassungsprogramms» umgesetzt wurden. In dem Prüfbericht wird der griechischen Regierung laut Kampeter insgesamt ein erfolgreicher und starker Start bescheinigt. Alle Kriterien seien erfüllt worden, einige wichtige Reformen seien sogar weiter als geplant.

Allerdings bestünden weiter bedeutende Herausforderungen und Risiken. Unter anderem sei die Inflation deutlich höher als erwartet. Dies dürfte keinen signifikanten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit haben. «Allerdings dürfte der Tourismussektor negativ berührt sein», wird aus dem Bericht zitiert.

An der Auszahlung der ersten Kredithilfe der Euro-Länder von insgesamt 14,5 Milliarden Euro hatten sich fünf Staaten nicht beteiligt, da die nationale Gesetzgebung noch nicht abgeschlossen war. Deren Anteile wurden von zehn anderen Staaten übernommen.

Die bei der zweiten Kredithilfe erstmals teilnehmenden Euro- Staaten werden laut Ministerium größere Beiträge übernehmen. Sie umfasst insgesamt 6,5 Milliarden Euro, einschließlich der IWF-Hilfen beträgt die zweite Hilfssumme 9,0 Milliarden Euro.

Eine Ausnahme ist die Slowakei. Das dortige Parlament hatte eine Beteiligung am Griechenland-Paket abgelehnt. Würde das Land dauerhaft ausfallen, sinke die Kreditsumme der Euro-Länder um 1 Prozent - von 80 Milliarden auf 79,2 Milliarden Euro, schreibt Kampeter: «Der deutsche Gesamtbetrag von rund 22,4 Milliarden Euro würde sich durch einen dauerhaften Ausfall der Slowakei nicht erhöhen.»


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


02.09.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe

Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr