Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum verändert
Frankfurt. Der deutsche Aktienmarkt wird am Mittwoch kaum verändert erwartet. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Stand des deutschen Leitindex Dax stand um 8.10 Uhr praktisch unverändert gegenüber dem Vortagsschluss bei 5.886 Punkten.
"Erneut ist der Handel sehr ruhig und die Wall Street liefert nur wenige Impulse, Daten stehen nur wenige an", sagte Marktanalyst James Hughes von CMC Markets. So zeigte sich der Future auf den US-Leitindex Dow Jones im Vergleich zum Xetra-Schluss ebenfalls fast unverändert. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index hauchdünn in der Verlustzone. "Eine Korrektur der jüngsten Aufwärtsbewegung steht immer noch aus", so Hughes. Impulse könnten einige Unternehmen mit Zahlen wie Eon oder Munich Re geben.
Der größte deutsche Energieversorger Eon musste im Krisenjahr 2009 einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen, was die Aktie mit leichten vorbörslichen Verlusten quittierte. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) sank um 2,3 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro und verfehlte die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten. Der Umsatz ging ebenfalls zurück, wogegen der Überschuss deutlich positiv ausfiel. Für das kommende Jahr blieb Eon eine konkrete Prognose komplett schuldig. Der Rückversicherer Munich Re legte endgültige Jahreszahlen vor. Er hält trotz der Belastungen durch das Erdbeben in Chile und den Wintersturm "Xynthia" an seinem angepeilten Milliardengewinn fest. Das verhalf der Aktie bereits vor Handelsstart knapp ein halbes Prozent ins Plus.
Aus dem MDax berichteten mit Gagfah und IVG zwei Immobilienunternehmen über ihre Geschäftsentwicklung. Gagfah erreichte trotz eines Einbruchs beim EBIT im Schlussquartal seine Ziele für das abgelaufene Jahr. Ein Händler bemängelte allerdings, insbesondere der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und die so genannten Funds from Operations (FFO), eine Kenngröße für die Entwicklung des operativen Geschäfts von Immobilienunternehmen, hätten die Markterwartungen verfehlt. "Es gibt noch keinen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010 und die Zahlen dürften für Druck auf die Aktie sorgen", führte er weiter aus. Gagfah-Konkurrent IVG schloss 2009 in den roten Zahlen ab. "Es gibt keine aktuellen Schätzungen, aber auf den ersten Blick sehen die Zahlen nicht gerade vielversprechend aus", kommentierte ein Börsianer. Dies dürfte die Aktie belasten.
Aktien von Fraport werden indes nach Verkehrszahlen von Händlern freundlich erwartet. Der Flughafenbetreiber litt zwar im Februar unter dem Streik der Lufthansa-Piloten und dem harten Winter. "Allerdings hatte Fraport schon angekündigt, dass die Passagierzahl aus diesen Gründen in Frankfurt um ein Prozent gesunken ist", sagte ein Börsianer. Die Konzernentwicklung insgesamt sei gut und insbesondere die Cargo-Zahlen seien stark. Somit sollte das Zahlenwerk der Aktie helfen.
Im Technologiesektor rückt Jenoptik mit einer Kapitalerhöhung in den Fokus. Der Technologiekonzern will bis zu 13,5 Millionen Euro für Großaufträge und kleinere Übernahmen einsammeln. In einer Kapitalerhöhung sollen bis zu 5,2 Millionen neue Aktien ausgegeben werden. "Die Aktie hat bereits im späten Parketthandel ihre bis dato unerklärten deutlichen Verluste aus dem Xetra-Handel ausgeweitet", kommentierte ein Händler. Nach einem schwachen Start erwartet er im Tagesverlauf eine Erholung der Titel. Schon vor Handelsbeginn gaben die Titel um anderthalb Prozent nach. Fortschritte bei der Entwicklung eines Wirkstoffs zusammen mit Roche ließen hingegen die Papiere des Biotechnologie-Unternehmens Evotec vorbörslich um knapp fünf Prozent steigen.
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10.03.2010
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