2600 Stellen bei Opel fallen weg

Opel bleibt ein schwarzer Fleck in der Bilanz des Mutterkonzern General Motors. Der deutsche Autobauer fährt eine halbe Milliarde Verlust ein. Mit Stellenabbau und neuen Modellen soll umstrukturiert werden.

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Opel-Mitarbeiter in Bochum überprüfen die Schweißnähte des Zafira. Foto:dpa

. Der Rüsselsheimer Autobauer Opel schreibt weiter tiefrote Zahlen. Nachdem er in den vergangenen 13 Jahren Verluste von insgesamt rund 17 Mrd. Dollar angehäuft hat, dürften in diesem Jahr nach Schätzungen der Opel-Mutter General Motors (GM) weitere 1,5 bis 1,8 Mrd. Dollar (1,1 bis 1,4 Mrd. EUR) dazukommen. Die Zahl nennt GM im Quartalsbericht für das Europa-Geschäft, das in erster Linie von Opel getragen wird. 2013 dürfte es etwas besser laufen. Allerdings rechnet GM frühestens 2015 mit einem ausgeglichenen Ergebnis in Europa.

Dieses Ziel soll durch Kosteneffizienz und Wachstum erreicht werden, sagte Opel-Aufsichtsrats-Chef Steve Girsky in Rüsselsheim, wo er den Plan "Drive Opel 2022" präsentierte. Teil des Plans ist allerdings auch der Abbau von 2600 Arbeitsplätzen in diesem Jahr bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall. 2300 Mitarbeiter hätten das Unternehmen auf der Basis von Abfindungen und Vorruhestandsregelungen schon verlassen. Zu den aktuellen Sparmaßnahmen gehört der Abbau der Lagerbestände beim Unternehmen und bei den Händlern um insgesamt 120 000 Fahrzeuge. Zudem sollen die Produktionskapazitäten der gesunkenen Nachfrage angepasst werden. Kaum noch Hoffnung auf eine Zukunft gibt es offenbar für das Werk in Bochum. "Für das Opel-Werk Bochum ist nach dem Auslaufen des aktuellen Zafira Tourer - vorbehaltlich weitere Konsultationen - kein neues Produkt geplant", sagte Girksy. Damit wäre spätestens 2016 oder 2017 in Bochum Schluss.

Die Neuzulassungen von Opel/Vauxhall rutschten in Europa von Januar bis September um gut 15 Prozent auf rund 657 400 Fahrzeuge ab.

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