Ulm/Neu-Ulm:

heiter

heiter
29°C/17°C

137 Milliarden Euro: Banken zahlen EZB Krisenhilfe zurück

Die Banken des Euroraums wollen der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich mehr an Krisenhilfe zurückzahlen als erwartet. In einer ersten Runde sollen der Notenbank insgesamt 137,2 Milliarden Euro zufließen, wie die EZB am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Autor: dpa |
Per E-Mail verschicken Diesen Artikel drucken

Bankanalysten hatten mit einem Rückfluss zwischen etwa 50 und 100 Milliarden Euro gerechnet. Bei den zurückfließenden Mitteln handelt es sich um Gelder aus der Ende 2011 gewährten Langfristhilfe der EZB.

Das Refinanzierungsgeschäft wurde seinerzeit mit einer ungewöhnlich langen Laufzeit von bis zu drei Jahren aufgelegt. Zusammen mit einem zweiten derartigen Geschäft im Februar 2012 hatte die EZB insgesamt gut eine Billion Euro an die Geschäftsbanken ausgereicht. Grund war die drohende Eskalation der Euro-Schuldenkrise.

Wie die EZB weiter mitteilte, wollen insgesamt 278 Banken von der Möglichkeit Gebrauch machen, einen Teil der Nothilfen vorzeitig zurückzahlen. Die Rückzahlungen werden am kommenden Mittwoch (30. Januar) fällig.

Da hohe Rückzahlungsbeträge prinzipiell auf eine Entspannung im Bankensektor hindeuten, sorgten die Zahlen für positive Reaktionen an den Finanzmärkten. Der Euro legte zu und stieg mit 1,3464 US-Dollar auf den höchsten Stand seit etwa elf Monaten.

Dass sich die Geschäftsbanken bereits jetzt eines Teils der Krisenhilfe entledigen können, war von Beginn an vorgesehen. Experten schätzen, dass vor allem Banken aus robusten Kernländern wie Deutschland von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht haben.

Ausschlaggebend ist die deutliche Entspannung in der Schuldenkrise, nachdem die EZB Mitte 2012 zugesichert hatte, den Euro unter allen Umständen verteidigen zu wollen. Kreditinstitute aus Krisenländern wie Spanien oder Italien dürften hingegen einen Großteil der Krisenhilfe aus Sicherheitsgründen behalten haben.

Von nun an haben die Geschäftsbanken jede Woche die Möglichkeit, nicht mehr benötigte Mittel aus den dreijährigen Geschäften vorzeitig an die EZB zurückzuzahlen. Bankanalysten waren vor Veröffentlichung der EZB-Zahlen davon ausgegangen, dass bis zur Jahresmitte etwa 200 Milliarden Euro an die Notenbank zurückfließen. Aufgrund der nunmehr überraschend hohen Rückzahlung in der ersten Runde könnte der Betrag aber höher ausfallen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Verwandte Artikel
Zum Schluss

Buchtipp zur globalen Vernetzung

Symbolbild: Smartphone, Apple, iphone

Der Finger schwebt stets über Tablet oder Smartphone. Die "Jugend von heute" ist immer medial unterwegs. Aber was bedeutet die globale Vernetzung? mehr

Motto-Idee gesucht!

Wellness-Wochenende, Konzertkarten und mehr zu gewinnen: Schicken Sie uns Ihren Motto-Vorschlag für ein Themenboot beim Nabada. mehr

Alle Röcke fliegen hoch!

Mit vollem Körpereinsatz kämpfen die Tennisspielerinnen seit dem 26. Mai bei den French Open um den begehrten Pokal. Schon möglich, dass dabei auch das ein oder andere Mal das Röckchen etwas höher rutscht. So wie bei US-Amerikanerin Serena Williams, die uns hier vollen Blick auf ihre Hotpants erlaubt.

Die besten Tennisspielerinnen zeigten bei den French Open in Paris vollen Körpereinsatz. Dabei fliegen Kleidchen oder Röcke oft höher als geplant. mehr