Wiesn-Festgelände gleicht einer Festung

Aus Angst vor Anschlägen wurden die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Oktoberfest dieses Jahr noch einmal verschärft.

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Schon vergangenes Jahr war das Wiesn-Gelände komplett umzäunt.  Foto: 

„Auf zur Oktoberfestung“ könnte dauerhaft zur geflügelten Wendung in München werden: Nachdem schon im vergangenen Jahr das Gelände des größten Volksfests der Welt umzäunt wurde, gilt nach dem Berliner Weihnachtsmarktanschlag ein erneut verschärftes Sicherheitskonzept.  „Es gibt eine abstrakt hohe Gefährdungslage, aber konkrete Hinweise liegen uns nicht vor“, sagte der stellvertretende Münchner Polizeipräsident Werner Feiler.

Poller, Schranken und Blumenkübel als Zufahrtssperren gehören zu den erweiterten Maßnahmen für die diesjährige Wiesn. Neu ist in diesem Jahr auch die Möglichkeit für zentrale Durchsagen. Damit sollen Besucherströme bei einem Alarm besser geleitet werden. „Wir haben eine Lautsprecheranlage, die das gesamte Festgelände abdeckt und auf einzelne Bereiche gesteuert werden kann“, sagte Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle.

Absolutes Flugverbot

Rund 600 Polizeibeamte mit am Körper befestigten Kameras (Bodycams) werden im Einsatz sein; die Zahl der Videokameras steigt auf 37. Wie schon in den Vorjahren gilt über dem Fest ein Flugverbot, das von Polizeihubschraubern überwacht wird. Auch Drohnen sind verboten. Die Straßen um die Theresienwiese sind schon seit Tagen gesperrt. Fahrer und Insassen von Lieferfahrzeugen mussten eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufen.

Ob Wirte und Stadt die Millionenmehrausgaben für die Sicherheit wieder hereinbringen, liegt am Besucherzustrom: 2016 sank nach den ersten in Deutschland verübten Anschlägen die Besucherzahl. Nur noch 5,6 Millionen Menschen kamen, der niedrigste Stand seit dem auf die Anschläge vom 11. September 2001 folgenden Oktoberfest. Auch der Umsatz mit Essen und Getränken brach um mehr als zehn Prozent ein – auch, weil das Wetter an vielen Tagen schlecht war.

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