Wieder Tote durch Tornados

Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma ist die Gegend erneut von heftigen Wirbelstürmen heimgesucht worden. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben.

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Ein Bild der Verwüstung: Viele Menschen in St. Charles County, Missouri, stehen vor dem Nichts. Foto: actionpress

Wirbelstürme und Hochwasser haben im Mittleren Westen der USA erneut Tod und Verwüstung gebracht. In den Bundesstaaten Oklahoma und Missouri kamen dabei am Wochenende mindestens zwölf Menschen ums Leben. Genaue Zahlen konnten die Behörden noch nicht nennen - nur, dass unter den Toten auch drei so genannte Sturmjäger sind. Es sei unklar, wie viele Menschen durch die Fluten fortgerissen wurden, sagte Jay Barnett, der Polizeisprecher von Oklahoma City, dem TV-Sender NBC.

Verheerende Folgen hatte es, dass diesmal viele Menschen bei dem Beginn der Unwetter-Serie am Freitag versuchten, mit dem Auto vor dem Wirbelsturm zu fliehen. Die Folge war, dass viele Straßen total blockiert waren. Ausgerechnet bei der Flucht wurden viele von Hochwasser erfasst, auch eine Mutter und ihr Kind wurden dabei in den Tod gerissen.

Noch ist das Ausmaß der Schäden unklar. "Es ist aber keine Übertreibung zu sagen, dass die größere Bedrohung diesmal die Fluten waren, nicht die Tornados", so die Einschätzung des Polizeisprechers. Die Gouverneurin von Oklahoma, Mary Fallin, rief die Nationalgarde und die Verkehrspolizei auf, die Menschen, die in den Staus steckten in Sicherheit zu bringen. Vom Nachrichtensender CNN ausgestrahlte Videoaufnahmen von Sturmjägern zeigen, wie sich beim Ort El Reno westlich von Oklahoma City ein regelrechtes Karussell von Tornados auf den Boden senkte.

Bereits vor zwei Wochen hatten Tornados in der Region zugeschlagen. Ausgerechnet die total verwüstete Kleinstadt Moore, wo es 24 Tote gegeben hatte, wurde erneut Opfer eines starken Unwetters. "Es gibt einfach keine Pause", sagte die Sprecherin der Stadt, Kristy Yager, dem Sender CNN.

Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes tobten in den vergangenen Tagen mindestens 17 Tornados im Mittleren Westen der USA. Allein in Oklahoma City starben in der Nacht zum Samstag neun Menschen, teilte die staatliche Gerichtsmedizin mit. Im Bundesstaat Missouri ertranken bei Hochwasser nach Angaben von Gouverneur Jay Nixon drei Menschen. Mindestens 70 Menschen wurden verletzt, berichteten Medien. Insgesamt waren zeitweise 210 000 Haushalte in den Bundesstaaten Oklahoma, Missouri, Arkansas, Illinois, Indiana und Kansas ohne Strom.

Die zumeist dünn besiedelte Region ist als "Tornado Alley" (Tornadoallee) bekannt, weil dort jedes Jahr im Schnitt 1200 Wirbelstürme gezählt werden.

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