Urteil:Trotz Brustimplantaten zur Polizei

Eine junge Frau darf trotz einer Schönheitsoperation ihrer Brüste Polizistin werden. Das hat das Verwaltungsgericht München in einer Eilentscheidung festgestellt.

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Frauen können laut einer vorläufigen Gerichtsentscheidung auch mit Brustimplantaten Polizistinnen werden. Die Implantate seien im Einzelfall kein Grund, einer Bewerberin die Einstellung in den Polizeidienst zu verweigern, sagt das Verwaltungsgericht München.

Mit dem Beschluss gab es dem Eilantrag einer Bewerberin für den Polizeivollzugsdienst statt und verpflichtete den Freistaat Bayern, die Frau vorläufig in den Vorbereitungsdienst einzustellen. Allerdings steht die Entscheidung in der Hauptsache mit einer detaillierten Prüfung der gesundheitlichen Fragen noch aus.

Die Personalstelle des Polizeipräsidiums München hatte die Bewerberin abgelehnt, weil sie zwei – aus kosmetischen Gründen eingesetzte – Brustimplantate trägt. Laut Polizeiarzt ist damit die gesundheitliche Eignung für den Polizeivollzugsdienst nicht gegeben. Vor allem beim Selbstverteidigungstraining und bei gefährlichen Einsätzen könnten die Implantate beschädigt werden.

Das Gericht folgte jedoch der fachärztlichen Stellungnahme eines plastischen Chirurgen. Dieser befasste sich mit der Beschaffenheit der Implantate und deren Platzierung, nämlich unterhalb der Muskeln. Er kam zu dem Schluss, dass in diesem Fall kein erhöhtes Verletzungsrisiko im Polizeidienst bestehe. Demgegenüber wertete das Gericht die Einschätzung des Polizeiarztes als zu pauschal.

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