Trauerfeier an Bahngleisen in Günzburg

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Ein Lichtermeer für die Opfer des Zugunglücks von Günzburg: Zahlreiche Freunde und Angehörige trafen sich am Samstagabend an den Bahngleisen und trauerten um die beiden 15-jährigen Mädchen, die dort zwei Tage zuvor ihr Leben verloren hatten.

Rund 100 Menschen trafen sich an dem Bahnübergang, entzündeten Kerzen in der Dunkelheit und standen schweigend zusammen. Züge passierten die Unglücksstelle während des rund einstündigen Gedenkens im Schritttempo. Die Polizei sicherte die Trauerfeier ab. An dem Bahnübergang waren die beiden 15-jährigen Mädchen am Donnerstagabend von einem Regionalzug erfasst und getötet worden.

Warum die Jugendlichen trotz Warnlichts auf die Gleise gelaufen waren, ist immer noch unklar. Aufschluss darüber erhoffen sich die Ermittler vor allem von der Befragung der 16-jährigen Schwester des einen Opfers. Sie war als erste losgelaufen und konnte den Übergang rechtzeitig überqueren. Genau wie der 39 Jahre alte Lokführer steht sie aber immer noch unter Schock und konnte bislang nicht befragt werden, sagte ein Polizeisprecher.

An dem Fußweg gibt es keine Schranke, dafür aber ein rotes Warnlicht sowie ein Andreaskreuz und eine rot-weiße Sperre, die Fußgänger umgehen müssen. Der Fahrtenschreiber des Zuges wird derzeit ausgewertet, was noch bis Mitte der Woche dauern kann.

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