Tragbare Leuchten

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    Die Pendelleuchte Pong für Nyta kommt ohne statischen Netzanschluss aus. Foto: 
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    Die Bodenleuchte Ambient Cocoon von Gloster aus Polypropylen und Teak sorgt für stimmungsvolles Licht im Freien. Foto: 
  • FollowMe von Marset hat einen beweglichen Kopf aus Polycarbonat. 3/4
    FollowMe von Marset hat einen beweglichen Kopf aus Polycarbonat. Foto: 
  • Firefly von De Padova schaltet sich ein, sobald sie bewegt wird. 4/4
    Firefly von De Padova schaltet sich ein, sobald sie bewegt wird. Foto: 
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Die Abschaffung der herkömmlichen Glühbirne war europaweit ein Reizthema. Doch hat dieses Verbot einen Innovationsschub in Sachen Beleuchtung ausgelöst. Die Leuchtdiode, kurz LED, wurde in den letzten Jahren kontinuierlich optimiert. Ihre heutige technische Qualität erlaubt es Gestaltern und Herstellern, Leuchten in großem Stil neu zu denken. Wie sie die Lichtdioden anordnen, welche Effekte sie erzielen und in welche Form sie dafür verpackt werden – der Fantasie sind keine Grenzen mehr gesetzt. Immer öfter tauchen die Leuchten 2.0 nun auch als mobile Begleiter auf, die sich auch für den Außen-Einsatz eignen.

Was die pilzförmige Leuchte namens FollowMe mit beweglichem Kopf aus Polycarbonat und Holz-Bügel auszeichnet, verrät schon ihr Name: Sie ist beweglich und folgt ihrem Nutzer überall hin. Der Entwurf der Designerin Inma Bermúdez für das Label Marset hatte Vorbildcharakter. Als das schnurlose Modell 2014 präsentiert wurde, war dieser Typus noch nicht sehr weit verbreitet. Aber das ändert sich gerade.

Das Unternehmen Gloster hat in diesem Jahr kabellose Entwürfe von Henrik Pedersen in seine Kollektion aufgenommen. Die beiden Bodenleuchten Ambient Cocoon aus Polypropylen und Teak sowie Ambient Nest aus Kunststoffgeflecht und Edelstahl sorgen für stimmungsvolles Licht im Freien und in Wintergärten. Pedersen erklärt seine Inspiration für die Leuchten, die sich auch aufhängen lassen, folgendermaßen: „Als Designer sehe ich, dass Licht und Wärme stets die Hauptbestandteile der schönsten Räume sind. Und meiner Meinung nach sind die am dezentesten gestalteten Mittel meistens die wirkungsvollsten.“

Die neue Technik haucht auch einem mehr als 50 Jahre alten Produkt eine Art zweites Leben ein: Die Tischleuchte Cestita für Santa & Cole hat Miguel Milá bereits 1962 entworfen. Jetzt hat sie sie ihr Stromkabel verloren. Die 36 Zentimeter hohe Leuchte erinnert an einen leuchtenden Kokon. Der rundliche Korpus, wahlweise aus Glas oder Kunststoff, steckt in einem von Hand zusammengesetzten Gestell aus Kiefernholz. Ein Griff macht die aufladbare Leuchte zu einem bequem tragbaren Objekt.

Ein weiteres Beispiel ist die Leuchte Firefly von Alexander Åhnebrink für De Padova. Der Designer ist versiert im Umgang mit neuen Technologien, er hat schon diverse Radios entworfen. Seine tragbare Mehrzweckleuchte mit wiederaufladbarer Batterie wirkt aber überhaupt nicht technisch, sondern erinnert viel mehr an alte Thermosflaschen, die dank eines Schnurgeflechts gut zu transportieren waren.

Die Außenseite von Firefly besteht aus mundgeblasenem grauem Transparentglas, das Innere aus geätztem Glas und der LED-Fuß aus schwarzem Thermoplast. Der Glaskörper steckt in einer Art Korb aus Lederbändern mit verchromten Schließen. Die Leuchte schaltet sich ein, sobald sie um 30 Grad geneigt oder horizontal bewegt wird. Die Batterie lässt sich über einen Micro-USB-Anschluss aufladen und gibt Licht für circa drei Stunden.

An einen originellen Mix aus einer asiatischen Laterne und einem Stapel geometrisch geformten Kinderspielzeugs erinnert der Entwurf des Designers Alfredo Häberli für den Hersteller Astep. Nox heißt die Leuchte, das lateinische Wort für Nacht. Smart ist die Leuchte vor allem im Hinblick auf eine intelligente technische Lösung: Sie lässt sich dank eines Wireless-Ladesystems mit Induktionstechnologie drahtlos aufladen und gibt dann rund 15 Stunden Licht.

Über einen kaum sichtbaren Knopf lässt sich Nox dimmen. „Ich wollte ein gleichermaßen spielerisches wie innovatives Objekt kreieren“, erklärt Häberli seine Idee. „Nox sollte drinnen wie draußen und vor allem vielseitig einsetzbar sein.“ Die Leuchte setzt sich aus vier Elementen zusammen: einem handgefertigten Opalglas-Diffusor, einem einfachen Griff, einem Aluminiumkörper mit dem Ladesystem und einer Ladestation.

Innovative Materialien

Neue Formen für das Licht sind da möglich, wo Innovationen beim Material ins Spiel kommen: Die Designer des Studio Natural haben zum Beispiel Silikon verwendet, um ihre Leuchte Cri-Cri für Foscarini nicht nur tragbar, sondern sogar faltbar zu machen. Sie vereinen so zwei Möbeltrends: Mobilität und Minimierung.

Auch die Form einer klassischen tragbaren Laterne wird infrage gestellt: Simon Diener hatte sich zum Ziel gesetzt, keine Tisch-, sondern eine tragbare Pendelleuchte zu entwickeln. So wirkt das Modell Pong für Nyta mit dem eher konventionellen Schirm in Halbkugel-Form wie ein Urtyp der klassischen Deckenleuchte. Das jedoch ohne statischen Netzanschluss. Denn das Kabel verbindet den Reflektor mit einem langgestreckten Zylinder, der nicht nur als Aufhängung dient und gleichzeitig als Gegengewicht zum Leuchtkörper, sondern darin steckt auch der Akku. An dieser Schnur lässt sich Pong über dem Balkon, an Geländern oder über den Möbeln lose platzieren.

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