Tintorettos Frühwerk im Wallraf-Richartz-Museum

Das Wallraf-Richartz-Museum in Köln startet als eines der ersten Häuser im kommenden Jahr den Ausstellungsreigen zum 500. Geburtstag des venezianischen Malers Jacopo Tintoretto.

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Ein Selbstporträt von Tintoretto aus dem Philadelphia Museum of Art. Foto: GraydonW/Wallraf Museum Köln

Das Wallraf-Richartz-Museum in Köln startet als eines der ersten Häuser im kommenden Jahr den Ausstellungsreigen zum 500. Geburtstag des venezianischen Malers Jacopo Tintoretto.

Unter dem Titel „Tintoretto - A star was born“ ist vom 6. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018 das Frühwerk des Meisters zu sehen, wie das Kölner Museum mitteilte. Tintoretto gehörte neben Tizian und Veronese zu den drei größten italienischen Malern des 16. Jahrhunderts. Tintoretto (1518/19-1594) kam in Venedig als Sohn eines Färbers zur Welt - auf ein präzises Geburtsdatum konnte sich die Forschung bisher nicht einigen.

Das Wallraf bekommt für die Ausstellung zahlreiche Leihgaben aus großen Museen in Europa von London bis Madrid sowie aus Washington. Anschließend wandert die Schau weiter ins Musée du Luxembourg in Paris.

Tintorettos Kunst zeichnet sich durch eine meisterhafte Beherrschung dramatischer Perspektiven und extreme Raumtiefe aus. Der malwütige Künstler schuf in Kirchen, Häusern und Palästen Venedigs riesige Leinwände voller Zeichen, Wunder und historischer Begebenheiten. Schon in seinem Frühwerk zeigte Tintoretto eine Erzählkunst, die ihm bei dem Existenzialisten Jean-Paul Sartre den Ehrentitel des „ersten Filmregisseurs“ eintrug.

In der Kölner Ausstellung sind religiöse, allegorische, erotische Gemälde sowie Porträts des jungen Tintoretto zu sehen und auch Zeichnungen, Druckgrafik und Skulpturen.

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