Sind Hollywood-Ehen besonders gefährdet?

Die Nachricht vom Ehe-Aus bei „Brangelina“ schlug wie eine Bombe ein – aber auch andere Promi-Paare trennten sich. Ist 2016 das Jahr der zerplatzten Liebesträume?

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    Pitt und Jolie steuern auf einen Rosenkrieg zu. Foto: 
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    Will und Jada Pinket Smith sind seit 1997 glücklich verheiratet. Foto: 
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2016 könnte als das Jahr der zerplatzten Liebesträume in die Annalen Hollywoods eingehen. Nicht nur reichte Angelina Jolie die Scheidung von Brad Pitt ein, auch die Ehen von Johnny Depp, Lisa Marie Presley, Drew Barrymore, Dennis Quaid und anderen Promis gingen in die Brüche. Und die „reiflich überlegte“ Scheidung Gwyneth Paltrows mit Coldplay-Sänger Chris Martin wurde zwei Jahre nach Bekanntgabe der Trennung nun rechtskräftig.

Während Paltrow und Martin medienwirksam um ihre Beziehung trauerten, lieferten sich Depp und seine Frau Amber Heard nach nur 15 Monaten Ehe einen öffentlichen Rosenkrieg. Heard beschuldigte Depp der häuslichen Gewalt.

Dass Promi-Ehen kurzlebiger sind als andere, lässt sich nicht belegen. 2012 schätzte die Statistik-Website PolitiFact die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung in den USA allgemein auf 40 bis 50 Prozent. Aber prominente Paare seien einem besonderen Druck ausgesetzt, sagt die New Yorker Anwältin Kelly Frawley. „Es gibt Standard-Trennungsgründe wie Geldsorgen, verschiedene Erziehungs-Ansichten oder Untreue“, sagt Frawley. „Diese wiegen ungleich mehr, wenn man prominent ist, weil es so viel mehr Zugang zu den Dingen gibt, die eine Ehe gefährden.“ Promi-Paare könnten einfacher Geld ausgeben und getrennte Wege gehen als andere, zudem hätten sie viele Gelegenheiten für Affären.

Hollywood kennt aber auch langlebige Beziehungen: Denzel und Pauletta Washington sind seit 1983 verheiratet, Will Smith und Jada Pinkett Smith trotz wiederholter Krisengerüchte seit 1997. Die Schauspieler Billy Crystal und Christopher Walken steuern mit ihren Partnerinnen auf die Goldene Hochzeit zu.

So viel Bewunderung langlebige Beziehungen in Hollywood auf sich ziehen, so sehr ist die Öffentlichkeit schockiert, wenn sich Glamour-Paare trennen. Das bodenständig wirkende Schauspielerpaar Jennifer Garner und Ben Affleck trennte sich im Juni 2015 – einen Tag nach dem zehnten Hochzeitstag. Auch Tom Cruise war mit seinen Trennungen von Nicole Kidman 2001 und Katie Holmes 2012 in den Schlagzeilen.

Filmdiva Scarlett Johansson und der kanadische Schauspieler Ryan Reynolds gaben bei ihrer Hochzeit 2008 ein Traumpaar ab, doch trennten sie sich drei Jahre später. Für Johansson war es die zweite Ehe. 2014 heiratete sie erneut – diesmal unbemerkt von der Öffentlichkeit.

„Prominente sind ständig unter einem Mikroskop, jede Nuance wird immer wieder seziert, und jedes kleinste Missverständnis wird als Trennung interpretiert“, sagt die kalifornische Ehe- und Familientherapeutin Judi Bloom. „Das kann eine Beziehung wirklich belasten.“ Eines der größten Probleme von Hollywood-Paaren sei, dass sie wegen ihres Berufs wenig Zeit miteinander verbrächten. Sie hätten viele getrennte Projekte, dies schade dem „Beziehungsgewebe“, sagt Bloom.

Ist die Trennung beschlossen, wird die Bekanntgabe bis ins kleinste Detail geplant, wie der frühere Hollywood-PR-Experte Rob Shuter sagt. „Die Ankündigung zu Brad und Angie kam einen Tag, nachdem die Wochenmagazine in den Druck gingen, das heißt, sie haben eine Woche Zeit zum Durchatmen“, sagt Shuter, der nun die Klatsch-Website NaughtyGossip.com betreibt. Zwar sei dies in Zeiten von Online-Nachrichten nicht mehr ganz so relevant. Aber für Magazine wie „People“ und „US Weekly“ sei das Timing ein „Desaster“.

Shuter geht davon aus, dass Angelina Jolie bei der Planung der Pressearbeit die Fäden in der Hand hatte – so wie bei ihrer Schwangerschaft mit Tochter Shiloh. Damals habe sie keine Pressemitteilung versandt, sagt Shuter: „Sie ist um die Ecke gekommen und hat ihren dicken Bauch dem ‚People-Magazin‘ gezeigt.“

Brad Pitt will offenbar für das Sorgerecht kämpfen

Krach Das vormalige Hollywood-Traumpaar Angelina Jolie und Brad Pitt steuert womöglich auf einen heftigen Streit um das Sorgerecht für seine sechs Kinder zu. Wie die US-Website TMZ berichtete, will Pitt nicht hinnehmen, dass Jolie das alleinige Sorgerecht beansprucht und ihm allein ein Besuchsrecht gewähren will. Jolie träume, wenn sie denke, dass sie Pitt die Kinder wegnehmen könne, zitierte TMZ das Umfeld des Schauspielers. Dies werde „nicht passieren“. Der 52-Jährige wolle hart für ein gemeinsames Sorgerecht kämpfen.

Damit zeichne sich ab, dass das Sorgerecht zum Kernpunkt des Scheidungsverfahrens werde. Zugleich zitierte das Portal jedoch aus dem Umfeld Pitts, dieser halte Jolie für eine „großartige Mutter“ und wolle ihr durch die Scheidung keinen Schaden zufügen.

TMZ hatte am Dienstag berichtet, dass die 41-Jährige wegen unüberbrückbarer Differenzen die Scheidung eingereicht habe. Der Website zufolge sorgt sich Jolie wegen Pitts Cannabis- und Alkoholkonsums und damit einhergehender Wutanfälle um das Wohl der Kinder. Aus dem Umfeld Pitts hieß es nun laut TMZ, dieser habe seine Kinder niemals in Gefahr gebracht.

Der Website zufolge kriselte die Ehe bereits seit Monaten, und die beiden hätten mehrfach offen miteinander über eine Scheidung gesprochen. Insofern sei Jolies Scheidungsantrag für Pitt kein Schock gewesen. Dennoch sei er „am Boden zerstört“.

Jolie lässt sich von der prominenten Anwältin Laura Wasser vertreten, die 2003 bereits Jolies Scheidung von dessen Kollegen Billy Bob Thornton bestritt. afp

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