Silvio S. spricht: „Ich bereue, was ich getan habe“

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Der mutmaßliche Kindermörder Silvio S. hat völlig überraschend vor Gericht sein Schweigen gebrochen und seine Schuld am Tod von zwei kleinen Jungen eingeräumt. „Ich möchte mich eigentlich nur entschuldigen bei all denen, denen ich mit meinen Taten Leid zugefügt habe, bei den Familien und Freunden von Elias und Mohamed“, sagte der 33-Jährige gestern vor dem Landgericht Potsdam. Die Anklage wirft ihm vor, im vergangenen Jahr Elias (6) und Mohamed (4) entführt und ermordet zu haben. Das Strafmaß soll nächste Woche verkündet werden.

Der Staatsanwalt fordert lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung. Auch aus Sicht der Verteidiger wird ihr Mandant nicht um lebenslange Haft herumkommen. Jedoch seien Sicherungsverwahrung und die Feststellung von besonderer Schwere der Schuld nicht gerechtfertigt. Eine besondere Schwere der Schuld kann vorliegen, wenn die Tat besonders verwerflich war, der Täter sehr brutal und grausam vorgegangen ist oder dem Opfer große Qualen zugefügt hat. Eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ist dann erschwert.

Silvio S. hatte zuvor nur mit Polizisten und einem Psychiater gesprochen und ihnen gegenüber ein Teilgeständnis abgelegt; in der Verhandlung hatte er geschwiegen. Mit dem Schlusswort vor dem Urteil ergriff er die letzte Gelegenheit. „Ich bereue, was ich getan habe.“

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