Schreckliches Neujahrsunglück in Westafrika

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In der Republik Elfenbeinküste hat das neue Jahr mit einer Tragödie begonnen: Bei einem Gedränge nach einem Silvesterfeuerwerk in der Wirtschaftsmetropole Abidjan kamen mindestens 60 Menschen ums Leben. Das Durchschnittsalter der Opfer lag nach Angaben der Regierung bei 18 Jahren. Die Massenpanik entstand gegen Ende eines Feuerwerks vor dem Haupteingang des Stadions der Stadt. Menschen seien in dem Gedränge totgetrampelt worden oder erstickt, sagte der Chef der Militärfeuerwehr von Abidjan, Issa Sako, im staatlichen Fernsehen. Eine Polizistin erklärte, zwei Ströme von Zuschauern seien in entgegengesetzter Richtung unterwegs gewesen und aufeinander getroffen. Insgesamt sollen sich mehr als 50000 Menschen das Feuerwerk angesehen haben. Im Sender RTI waren auf der Straße liegende Leichen zu sehen sowie verängstigte Menschen, die von Rettungskräften betreut wurden. Noch gesternvormittag befanden sich Schuhe und zurückgelassene Kleidung am Unglückort. Soldaten und Polizisten sowie Mitglieder der UN-Truppe ONUCI waren im Einsatz. Präsident Ouattara kündigte eine landesweite Staatstrauer an.

In Abidjan wurde zu Silvester erst zum zweiten Mal in Folge ein Feuerwerk organisiert. Die Feierlichkeiten sollten ein Symbol für den Neuanfang in dem Land unter Präsident Alassane Ouattara sein. Bei dem von Dezember 2010 bis April 2011 anhaltenden Machtkampf der verfeindeten politischen Lager waren in dem westafrikanischen Land rund 3000 Menschen getötet worden. afp

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