Schlimmste je erfasste Korallenbleiche am Great Barrier Reef

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So schlimm war die Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien noch nie. In einer 700 Quadratkilometer großen Region am  Norden des Riffs seien zwei Drittel der Korallen abgestorben, manche Bänke hätten gar keine lebenden Korallen mehr, teilten Wissenschaftler der James-Cook-Universität mit.

Als Bleiche wird ein Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen bezeichnet. Bei zu hoher Wassertemperatur stoßen die Nesseltiere die für die Farbe sorgenden Algen, die Zooxanthellen, ab, mit denen sie sonst im gegenseitigem Nutzen zusammenleben.

Ohne die Zooxanthellen aber sterben die Korallen. Bei höherer Wassertemperatur sinkt auch die Widerstandsfähigkeit gegen Stürme, Krankheiten, Umweltverschmutzung durch Schiffe und Dünger- und Pestizideintrag von der Küste her.

Ursache der Bleiche am rund  2300 Kilometer langen Great Barrier Reef sei der Klimawandel, sagte David Wachenfeld von der Marinepark-Behörde (GBRMPA). „Wir sehen hier aus erster Hand, welche Bedrohung der von Menschen verursachte Klimawandel für die Korallenriffe ist.“

In den vergangenen Monaten sei das Wetterphänomen El Niño hinzugekommen, sagte Wachenfeld. Das habe die Temperaturen zusätzlich steigen lassen.

Die Region zwischen dem nördlichsten Teil der Ostküste und Papua-Neuguinea war bislang der intakteste Teil des Riffs. „Die Region war von den Bleichen 1998 und 2002 nur wenig betroffen“, sagte Terry Hughes, der Leiter des Instituts für Korallenforschung. „Aber dieses Mal sind die Schäden groß.“ Die Rückkehr endgültig abgestorbener Korallen könne 10 bis 15 Jahre dauern – aber nur, wenn es keine weiteren Störungen gebe.

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