Prinzessin Madeleine: Erst die Krise, dann der Chris

Am Samstag soll Madeleine endlich ihr Glück finden - nach der schweren Liebes-Enttäuschung vor drei Jahren tritt sie vor den Traualtar. Die einstige blonde Party-Prinzessin ist eine reife junge Frau geworden.

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    Madeleines Mutter, Königin Silvia, kommt aus Heidelberg. Foto: dpa
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Er ist gutaussehend, aus guten Hause und als Investmentbanker in New York gut situiert. Wenngleich Chris O"Neill "nur" ein Bürgerlicher ist - für Schwedens Prinzessin Madeleine erfüllt sich heute ein Traum, wenn sie dem smarten 38-Jährigen das Jawort gibt. Ist das endlich das große Glück? Zuvor hatte Madeleine (30) Pech in der Liebe. Vor drei Jahren geriet die Prinzessin in eine Krise, als ihre Verlobung mit dem Anwalt Jonas Bergström in die Brüche ging.

Damals sah alles gut aus. An seiner Seite schien Madeleine, die davor als Partyqueen im Stockholmer Yuppie-Milieu Schlagzeilen machte, ruhiger geworden zu sein. Als erste ihrer Familie schloss sie ihre Studien mit akademischem Titel ab. Und während König Carl XVI. Gustaf lange Probleme hatte, die Wahl seiner Tochter Victoria - Fitnesstrainer Daniel Westling - zu akzeptieren, galt Madeleines Auserkorener als Traum-Schwiegersohn. Doch dann hatte Jonas eine heiße Nacht mit einer norwegischen Handballerin, als er mit Freunden Skiurlaub machte. Madeleine soll von der Affäre gewusst haben, als Bergström um ihre Hand anhielt. Sie stellte sich dennoch glücklich lächelnd mit edlem Verlobungsring den Fotografen. Sechs Monate später aber erzählte Jonas Bettgenossin die Romanze einer Illustrierten.

Madeleine floh vor den Schlagzeilen nach New York, und der Königshof verkündete die Trennung. Doch dann kam Chris ONeill. Gemeinsame Freunde machten sie miteinander bekannt. "Er brachte mich wieder zum Lachen", rühmte Madeleine die Stütze, die ihr der acht Jahre ältere Amerikaner in der schweren Zeit war. Aus dem Lachen wurde mehr, bald sah man beide Hand in Hand. Auch das schwedische Königspaar gab sich begeistert vom neuen Mann im Leben ihres Nesthäkchens. Seit zwei Jahren leben sie zusammen in New York.

Nur die Schweden fanden Grund zum Mäkeln: Sollte Madeleine wirklich mit dem Geld der Steuerzahler ein Jetset-Leben in den USA führen, statt ihre Heimat zu repräsentieren, wie es sich für Prinzessinnen ziemt?

Madeleine reagierte gekränkt, dass ihr Arbeitseinsatz in Frage gestellt wurde. Schließlich war sie für die von ihrer Mutter gegründete Childhood-Stiftung für missbrauchte Kinder aktiv. Und ihre Zeit in New York bestritt sie aus ihrem eigenen Anteil am Vermögen der Bernadottes, betonte der Hof.

Eine eigene Apanage hat sie nicht, doch Geldsorgen wird das Paar auch künftig nicht kennen. Chris ONeill ist zwar nicht blaublütig, zum Finanzadel aber zählt er - als Co-Eigner eines Hedgefonds, mit einem 2004 verstorbenen Bankier als Vater und einer aus Österreich stammenden Mutter, die dank einem in vier Ehen angehäuften Vermögen als Kulturmäzenin auftritt.

Die Schweden werden die jüngste Prinzessin und ihren Mann künftig nur bei seltenen Repräsentationsanlässen und Familienfesten sehen. Das wird Madeleines Popularität kaum mehren, zumal sie im Schatten ihrer älteren Schwester Victoria (35) steht, die als "Königin der Herzen" gilt. Aber vielleicht beginnen Madeleines Landsleute einzusehen, dass aus der wilden Blonden, die einst auf Nachtclubtischen tanzte, längst eine reife Frau geworden ist, die von Freunden heute als zielbewusst, willensstark und sehr charmant bezeichnet wird.

So kann die mittlerweile dunkelhaarige Prinzessin nun mit einem strahlenden Start in die Ehe rechnen: Für die Hochzeit sagen die Meteorologen herrlichstes Sommerwetter vorher. Auch der Bräutigam, der seinen bürgerlichen Namen ebenso weiterführen will wie die einträglichen Hedgefonds-Geschäfte, setzte auf Traumwetter bei der Traumhochzeit. "Hoffentlich hält es sich so. Das ist das Wichtigste. Jetzt ist es ja wundervoll", sagte ONeill dem Sender TV2, als er vor Beginn der Feiern allein durch die Stockholmer Innenstadt spazierte.

Und auch den König und die Königin freuts. Carl Gustaf sagte am Donnerstag bei der Rede zum schwedischen Nationalfeiertag: "Es erfüllt uns mit Freude und weckt Erinnerungen in uns, dass du, unsere Tochter, heiratest." Vielleicht klappt es ja nun mit dem Glück.

Charlène ohne Albert
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