NOTIZEN vom 9. März 2013

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Rückgabe nach 69 Jahren

Als ehrlicher Büchereikunde hat sich ein 85-jähriger Leser aus Estland erwiesen: Nach 69 Jahren gab er der Zentralbibliothek in der Hauptstadt Tallinn ein Buch mit ausgewählten Werken des estnischen Schriftstellers Eduard Vilde zurück. Der Mann habe sich für die Verspätung entschuldigt und mit dem Durcheinander nach dem sowjetischen Luftangriff auf Tallinn am 9. März 1944 begründet, berichtete die Bücherei. Die reguläre Ausleihdauer beträgt 21 Tage. Ob der Leser Säumnisgebühren zahlen musste, blieb unbekannt.

Diebesgut im Büstenhalter Eine Münchnerin hat in einem Zug 4800 Euro gestohlen und die 48 Geldscheine in ihrem BH versteckt. Ein 84-jähriger Mann hatte seine Tasche mit dem Geld in der Zug-Toilette vergessen. Nachdem er seinen Fehler bemerkt hatte, wartete der Mann vor der Toilettentür. Als die junge Frau das stille Örtchen verließ, lag die leere Tasche auf dem Boden. Zunächst bestritt die 28-Jährige gegenüber der Polizei und dem Geschädigten, das Geld gestohlen zu haben. Bei einer Durchsuchung kamen die Geldscheine dann jedoch im Büstenhalter der Frau zutage. Sie wird nun wegen Diebstahls angezeigt.

Strafe für Sex im Tempel

Ein Paar aus Estland hat auf der indonesischen Ferieninsel Bali die Gemüter erregt: Ein Dorfbewohner hatte die beiden in flagranti beim Sex in einem Tempel in Gianyar erwischt. Das Paar wurde vorübergehend festgenommen und musste 20 Millionen Rupien Strafe zahlen - fast 1600 Euro. Mit dem Geld werde eine spirituelle Reinigungszeremonie in dem Tempel finanziert, erläuterte Polizeichef Hadi Purnomo. Die Balinesen überlegten jetzt, neben den Schildern "Essen verboten" und "Rauchen verboten" vor Tempeln auch Schilder mit "Sex verboten" anzubringen, sagte der Chef des Hotelverbandes, Oka Sukawati.

Neue Regeln beim ZDF

Das ZDF zieht Konsequenzen nach Vorwürfen der Schleichwerbung beim Show-Zugpferd "Wetten, dass. . ?". Autos seien ab diesen Sommer tabu bei Gewinnspielen, kündigten Intendant Thomas Bellut und ZDF-Fernsehratschef Ruprecht Polenz gestern in Mainz an. Für die Akquisition von Gewinnspielen werde keine Agentur zwischengeschaltet - dies ermögliche bessere Kontrolle. Die Maßstäbe zur Präsentation in der Sendung würden geprüft. Zum Sommer werde die Zusammenarbeit mit der Firma Dolce Media eingestellt. Sie gehört dem Bruder von Ex-Moderator Thomas Gottschalk, Christoph Gottschalk. Bellut wies indes Vorwürfe aus Berichten zurück: "Wir haben scharf genug hingesehen."

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