Mehr als Harry-Potter-Nostalgie: Quidditch-Meister aus dem Südwesten

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Profane Stange statt fliegendem Besen.  Foto: 

In den „Harry Potter“-Romanen fliegen sie auf Besen durch die Luft. In der Realität bleiben die Quidditch-Spieler auf dem Boden, und statt des Besens halten sie eine Stange zwischen den Beinen. Trotzdem ist der Freiburger Adrian Schleeh fest entschlossen, das Spiel in Deutschland populär zu machen. „Es ist eine Mischung aus Handball, Völkerball und Rugby“, erklärt er. Am kommenden Wochenende tritt Schleeh als Nationalspieler und Co-Trainer bei einer Quidditch-Weltmeisterschaft in Frankfurt an. Während der Sport in den USA schon verbreitet ist, ist in Freiburg alles noch „Marke Eigenbau“, wie Schleeh erzählt – während er bepackt mit drei Ringgestellen aus Hula-Hoop-Reifen den Trainingsrasen betritt.

Aber Quidditch soll bald bekannter werden. Einen Verband immerhin gibt es schon, und Schleeh ist dessen Vizepräsident. Nun versucht er, eine Bundesliga aufzubauen. Schleeh, der knapp zwei Meter misst, hat in der Nationalmannschaft die Position des Hüters – der Torwart für die drei Ringe, durch die drei Jäger pro Team versuchen, einen Ball zu werfen. Und dann gibt es noch den Sucher, jenen Spieler, der den sogenannten Schnatz fangen muss. Wie die Besen kann auch der Schnatz in unserer allzu realen Quidditch-Welt nicht fliegen – stattdessen trägt ein neutraler Spieler einen Tennisball in einer Socke am Hosenbund. Was das alles soll? Schleeh ist um eine Antwort nicht verlegen: „Quidditch macht Spaß, aber es ist ein fordernder Ausdauersport, bei dem man keine Angst vor Körper- oder Bodenkontakt haben darf“, sagt er. Deshalb trainiert er mit seiner Mannschaft auch, wie man richtig fällt. Zuletzt spielten die Freiburger Freundschaftsspiele gegen die „Tübinger Testrale“ und die „Heidelberger Hellhorns“. An der Sportart begeistere ihn die enge Gemeinschaft, erzählt Nationalspieler Schleeh. Er selbst hat seine Freundin und seinen Mitbewohner über den Sport kennengelernt. Fliegen ist also nicht alles.

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