Mainzelmännchen-Ausstellung zu Ehren des verstorbenen Erfinders Wolf Gerlach

Runder Geburtstag für die Mainzelmännchen: Zu Ehren ihres "Papas" Wolf Gerlach, der im vergangenen Jahr mit 84 Jahren starb, zeigt eine Galerie in Mainz viele Bilder und einige Figuren der kleinen Wichtel.

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  • Das Bild links zeigt, wie die Mainzelmännchen in den 70er Jahren ausgesehen haben. 1993 bekamen Berti, Fritzchen, Eddi und Co. eine Verjüngungskur. Foto: ZDF 1/2
    Das Bild links zeigt, wie die Mainzelmännchen in den 70er Jahren ausgesehen haben. 1993 bekamen Berti, Fritzchen, Eddi und Co. eine Verjüngungskur. Foto: ZDF
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Die Mainzelmännchen werden 50 - aber sie wirken jünger und kecker denn je. Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen können ihren runden Geburtstag kaum erwarten. Deshalb toben die sechs "Zipfelkobolde" schon vor ihrem großen Tag am 2. April in einer Galerie in Mainz herum: Eine Ausstellung zeigt die Mainzelmännchen von ihrer Geburt über die Kindertage bis zur jetzigen, modernen Generation. Es sind allesamt Raritäten - denn erstmals nach dem Tod ihres Schöpfers Wolf Gerlach sind zahlreiche Werke mit den Mainzelmännchen aus seinem Nachlass zu sehen.

Seit gestern präsentieren sich die Wichtelmänner auf Bildern und als Figuren in der Galerie "Mainzer Kunst". "Die Mainzelmännchen haben mich ein Leben lang begleitet", sagt Inhaber Rolf Weber-Schmidt. "Sie waren die Wichtel, die man als Kind auch schauen durfte."

Die Figuren sind in ganz unterschiedlichen Situationen zu sehen - als Wetterfrosch, Gärtner, im Bad und als Wichtel im Pult versteckt, die dem Schüler die Lösungen für Mathe zuflüstern. Auch als Figuren, im Kartenspiel oder in Kinderbüchern zeigen sich die Männchen.

Der 55 Jahre alte Galerist war mit Wolf Gerlach befreundet. "Ich habe ihn eingeladen, bei mir auszustellen." Das war 2008. Zum 50. seiner Mainzelmännchen kann der Zeichner nun nicht mehr dabei sein. Weber-Schmidt zeigt von Gerlach auch einige andere, moderne Werke, die nichts mit den Männchen zu tun haben. "Ich möchte, dass Wolf Gerlach nicht nur auf die Mainzelmännchen reduziert wird."

Die größte Rarität sind zwei Werke, die Geschichte zeigen: die ersten Bilder der Mainzelmännchen, die Gerlach 1963 dem damaligen ZDF-Intendanten Karl Holzamer gezeigt hat. Der soll damals etwas skeptisch gewesen sein und gesagt haben, das sei noch zu sehr Deutscher Michel. Und so stellte Gerlach sie noch kecker dar. Die zwei Bilder gehören inzwischen dem früheren ZDF-Intendanten Markus Schächter, der die Ausstellung gestern eröffnet hat.

Zweimal gab es eine Runderneuerung der Figuren, die seit 1963 "Gudn Aamd!" wünschen. Zu den lustigsten Ausstellungsstücken zählt eine kleine Bildergeschichte: Die Mainzelmännchen beobachten am Strand eine barbusige Frau. Auf dem zweiten Bild ist der Busen flugs mit Zipfelmützchen bedeckt - von wem die stammen, ist klar. Auf einem anderen Werk sind die Figuren auch mal als Demonstranten gegen "Mainzelmädchen" und gegen "Mainzelmännchen-Sex" zu sehen. Den Kampf haben sie inzwischen längst gewonnen - die Mainzelmädchen waren nur mal ein vorübergehendes Projekt.

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