Kretschmann als Bier-Botschafter: Getränk mit Botschaft

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Die Oberbürgermeisterin von Reutlingen, Barbara Bosch (parteilos), und der baden-württembergische Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) in einem Zelt auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart.  Foto: 

Axel Schulz und Winfried Kretschmann trennt vieles. Ersterer war mal Boxer, genauer Links­ausleger, den aber höhere Gewalten, vor allem Punktrichter, um die ganz großen Siege gebracht haben. Der andere ist bekanntlich Politiker, war zwar mal Linksausleger, hat jedoch die großen Siege errungen, durchaus auch mit Hilfe höherer Gewalten, etwa Atomkatastrophen.

Wenn Schulz und Kretschmann hier trotzdem im selben Satz genannt werden, liegt das an ihrem gemeinsamen Eintreten für eine gute Sache: das deutsche Bier nämlich. Den Mann mit der Mütze haben Brandenburger Brauer neulich zum Botschafter dortiger Gerstensäfte gekürt. Den grünen Ministerpräsidenten adelte man gestern in Berlin sogar zum Bundesbierbotschafter.

Nun wäre all dies kaum der Rede wert, hätte nicht ausgerechnet ein Partei­freund Kretschmanns jüngst den Versuch unternommen, dessen Amtskollegen Schulz ins Glas zu spucken. Unter Verweis auf Drogen- und Suchtberichte sowie die hohe Anzahl an Alkoholtoten formulierte der Abgeordnete Michael Jungclaus im Potsdamer Landtag bierernste Zweifel an Sinn und Angemessenheit von dessen Einsatz. Nun denn, Kretschmann wird das eher nicht kümmern. Dass er zuweilen im Dissens zu Parteifreunden steht, ist für ihn ja keine ganz neue Erfahrung.

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