Kraftwerk feiern „Tour de France“ in Düsseldorf

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Kraftwerk“ auf der Open-Air-Bühne in Düsseldorf. Foto: David Young

Die Gruppe Kraftwerk hat vor rund 15 000 Zuschauern den musikalischen Höhepunkt zum Auftakt der Tour de France in Düsseldorf gesetzt. Das legendäre Quartett trat am Samstagabend mit seiner opulenten 3-D-Show im seit langem ausverkauften Ehrenhof auf.

Im Gegensatz zum Einzelzeitfahren der Radprofis fand das Open-Air-Konzert trocken unter sogar weitgehend wolkenlosem Himmel statt.

Kraftwerk hatte dem bekanntesten Radrennen der Welt bereits 2003 mit seinem Nummer-eins-Album „Tour de France“ ein musikalisches Denkmal gesetzt. 14 Jahre später schloss sich nun der Kreis: Die Tour de France startete in der Heimatstadt der Elektro-Pioniere und die weltberühmte Gruppe um Gründungsmitglied Ralf Hütter lieferte den musikalischen Soundtrack dazu.

Im hautengen Ganzkörperanzug mit strenger Gitterstruktur standen die Musiker hinter ihren Pulten. Zwei Stunden lang prasselte ein gewaltiges, basslastiges Klanggewitter begleitet von Farb- und Formkaskaden auf die Zuschauer ein. Darunter war der Hit „Tour de France“, zu dem historische Schwarz-Weiß-Szenen der Frankreich-Rundfahrt aus vergangenen Zeiten projiziert wurden.

Das Verschmelzen von Mensch und Maschine zur Menschmaschine ist seit Jahrzehnten das Leitthema der Düsseldorfer Musiker. Die immer weiter perfektionierten, von menschlicher Muskelkraft angetriebenen Rennmaschinen des Radsports haben es den Düsseldorfer Elektro-Pionieren daher angetan. Beim Hit „Roboter“ ließen sie sich hinter ihren Pulten am Samstag sogar zeitweise von solchen ersetzen.

Am Ende des Konzerts waren die Kuppel des Düsseldorfer Konzerthauses hinter der Kraftwerk-Bühne, die Tonhalle, in die Farben der französischen Trikolore blau-weiß-rot getaucht. Mit den Worten „Gute Nacht, auf Wiedersehen von der Tour de France Düsseldorf-Paris“ verabschiedete Hütter die 15 000.

Kraftwerk hatte die Digitalisierung der Musik im berühmten Kling-Klang-Studio bereits in den 1970er Jahren betrieben und als Avantgarde der digitalen Popmusik deren herkömmliche Instrumente Stück für Stück durch Computer ersetzt. Dass sie damit auch Vorreiter der Technomusik sind, war in Düsseldorf am Samstagabend weithin zu hören.

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