Kindern aus Unglücksbus geht es besser

Aufatmen in Belgien. Die verletzten Kinder aus dem verunglückten Reisebus sind außer Gefahr. Derweil gab es zwei weitere schwere Busunfälle.

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Drei schwer Verletzte gab es bei einem Unfall in Frankreich. Foto: afp

Drei der 24 bei dem Busunglück in der Schweiz verletzten Kinder konnten am Samstag die Uniklinik der belgischen Stadt Leuven verlassen, gestern folgte ein weiteres Mädchen. Die anderen 12 sind nach Angaben des Chefs der Kinderklinik, Chris Van Geet, ebenfalls auf dem Weg der Besserung. Alle seien bei Bewusstsein und außer Gefahr.

Drei Kinder lagen gestern noch in Schweizer Krankenhäusern. Ihre Verletzungen sind so schwer, dass sie nicht transportiert werden können. Sechs Kinder durften schon kurz nach dem Unfall heimkehren.

Geets sagte, die Kinder in Leuven hätten gut geschlafen: "Das zeigt, dass sie sich sicher fühlen, weil sie ihrem Zuhause und ihren Eltern nahe sind." Ein Kinderpsychiater berichtete, es gebe eine starke Solidarität zwischen allen Kindern. Neben psychologischer Einzelbetreuung gebe es daher auch Gruppengespräche, an denen die meisten verletzten Kinder teilnähmen.

Der Bus mit zwei Schulklassen war am Dienstag in der Schweiz auf dem Heimweg nach einer Skifreizeit aus unbekannter Ursache in einem Tunnel gegen eine Mauer geprallt. Neben 22 Kindern starben sechs Erwachsene im Alter zwischen 35 und 71 Jahren: Die zwei Busfahrer, drei Lehrer und eine Begleiterin. Von den 22 getöteten Kindern - 11 Mädchen und 11 Jungen - waren alle zwölf Jahre alt bis auf eine 13-Jährige. Von den 28 Toten sind 23 Belgier, fünf Niederländer. Unter den 24 Verletzten sind 18 Belgier. Zudem wurden vier niederländische Kinder sowie ein deutsches und ein polnisches Kind verletzt.

Für die ums Leben gekommenen Kinder gibt es am Mittwoch und Donnerstag in Lommel an der niederländischen Grenze und in Leuven eine offizielle Trauerfeier. Daran werden Belgiens König Albert II. und Königin Paola teilnehmen.

Derweil wurden in Polen bei einem schweren Busunfall 17 Jugendliche eines Fußballclubs verletzt. Neun von ihnen waren gestern noch in Krankenhäusern. "Dass alle überlebten, ist ein großes Glück", sagte ein Retter. Der Busfahrer hatte an einer Kreuzung zum Überholen angesetzt, obwohl ein Autofahrer abbiegen wollte. Bei der Kollision kam der Kleinbus ins Schlingern und überschlug sich zweimal.

In Quimper (Nordfrankreich) kippte ein Reisebus um, weil der Fahrer offenbar zu schnell in einen Kreisverkehr gefahren war. Drei Insassen, darunter ein Kind, wurden schwer verletzt, neun leicht.

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