Kein schlechtes Gewissen mehr

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Stefanie Klein ist ein Organisationstalent. Als Mutter von vier Kindern mit 75-Prozent-Stelle als Sonderschullehrerin muss sie das sein. "Wenn man mehr als ein Kind hat und arbeiten will, ist das anstrengend", sagt die 40-Jährige. Dennoch fing sie immer nach einem Jahr Elternzeit wieder an.

Als Maximilian (10) und Emily (9) klein waren, teilte sie sich die Betreuung mit ihrem Mann. Später arbeitete er zu anderen Zeiten, die Zwillinge Julius und Konstantin (3) kamen zur Tagesmutter bis sie einen Krippenplatz bekamen. "Eine Kindertagesstätte ist etwas Verlässliches. Eine Tagesmutter wird auch krank", sagt Klein. Schon wenn die Kinder krank sind, müssen die Großeltern einspringen, das käme dann obendrauf. Zudem sei die Kita günstiger: Wer vier oder mehr Kinder hat, muss in Ulm keine Grundgebühr zahlen. Der finanzielle Aspekt sei aber nicht ausschlaggebend: "In der Kita werden die Kinder gezielt gefördert." Die Zwillinge seien für ihr Alter sehr selbstständig: "Sie können Schuhe allein an- und ausziehen, allein essen und trinken." Zudem sind sie mit anderen Kindern zusammen: "Wenn ich nachmittags komme, und sie am Buddeln sind, wollen sie manchmal nicht heim."

Kita bedeutet aber auch, dass die Kinder früh aus dem Haus müssen. Da gibt es schon mal Geschrei, vor allem, wenn die Mutter im Stress ist. Früher hatte Klein ein schlechtes Gewissen und die Zwillinge sofort nach der Arbeit abgeholt. Jetzt bleiben sie bis vier oder fünf. Dann hat sie Zeit für die Großen, um aufzuräumen oder zu verschnaufen.

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