Japan startet Kampagne gegen das Schminken in der Bahn

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Lippenstift.  Foto: 

Was versucht die Deutsche Bahn nicht alles, um uns von einer Zug­reise zu überzeugen? Auf Werbeplakaten wird angepriesen, dass man in der Bahn endlich Zeit zum Lesen habe. Oder Zeit für Zweisamkeit. In Japan könnte man damit keinen überzeugen. Zumindest keine der Frauen. Denn die nutzen die Zeit im Zug lieber für etwas anderes: Sie schminken sich. Was ganz harmlos klingt, ist einer japanischen Bahngesellschaft ein Dorn im Auge. Mit einer Benimm-Kampagne versucht sie deshalb, den mit Lippenstift und Wimperntusche bewaffneten Frauen das Schminken in Zügen abzugewöhnen. Das ist im Land der guten Manieren weniger abwegig, als man meinen könnte. Von Japans Bahnsteigen könnte man problemlos essen (sollte es aber nicht, das gäbe sonst die nächste Kampagne), in den Abteilen ist es blitzblank: kein Müll, keine Schmierereien.

Aber es gibt Schminke. Und weil die Bahngesellschaft Tokyu Corp es nicht riskieren will, dass der Sitzbezug einen Lippenstiftfleck bekommt – schließlich wäre dann der ganze Zug dahin – stellte sie ein Video ins Netz, in dem sich eine Japanerin rappend über die Makeup-Monster beschwert. Ob frau nun deshalb wieder früher aufsteht, um sich vor der Abfahrt zu schminken? Im Netz kam bereits Unmut auf. Von sich schminkenden Frauen gehe keine Gefahr aus, sagen viele Frauen. Aber wer weiß das schon? Dass Clowns gemeingefährlich sein können, hatte vor dem Auftauchen der Horrorclowns auch niemand erwartet. Nadine Rau

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