Infektionsrisiko dank Medikamenten gering

|

Können Ärzte mit HIV ganz normal weiterarbeiten? Auch das war eine Frage bei der Tagung. Experten sagen: kein Problem. Wenn der Arzt behandelt werde, liege seine Viruslast ohnehin unter der Ansteckungsgrenze, erklärt der Internist Hans Jäger. Er schätzt, dass in Deutschland einige hundert Menschen im Gesundheitspersonal mit HIV infiziert seien. Die meisten hätten sich aber nicht bei der Arbeit, sondern über Sexualkontakte angesteckt. Dabei achteten gerade Menschen in medizinischen Berufen darauf, ihre Medikamente einzunehmen, um ihren Beruf nicht zu gefährden. "Sie können mit wenigen Tabletten unter die Nachweisgrenze kommen und dann sind sie nicht mehr ansteckend", sagte Jäger. In Israel habe ein Chirurg sogar Hunderte von Herzoperationen durchgeführt, obwohl er - ohne es zu wissen - eine hohe Viruslast hatte. Dabei sei nicht ein einziger Patient angesteckt worden. Öfter infizierten sich Beschäftigte im Gesundheitswesen an Patienten als umgekehrt. Beim Blut-Abnehmen oder bei Eingriffen kämen die Helfer viel eher mit Blut von Patienten in Berührung als Patienten mit dem Blut der Helfer. Selbst bei einer Nadelstichverletzung mit Blut eines infizierten Patienten liege die Infektionsgefahr unter 1 Prozent. Die meisten Infektionen geschähen nach wie vor über Sexualkontakte. dpa

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Prozess gegen Tolu in Istanbul: Vater hofft auf Freilassung

Mehr als sieben Monate nach ihrer Festnahme wird der Prozess gegen die deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu in der Türkei fortgesetzt. weiter lesen