Horror im Krankenhaus - Patient erschießt Arzt und tötet sich selbst

Menschen kommen eigentlich in Krankenhäuser, weil sie Hilfe suchen. In Berlin betrat nun ein Patient ein Krankenhaus und verbreitete Gewalt und Tod.

|

Der Arzt und sein Patient sprachen in einem Zimmer im vierten Geschoss des Berliner Benjamin-Franklin-Krankenhauses miteinander. Plötzlich hörten Patienten und Krankenhausmitarbeiter Schüsse durch die Tür. Ein Mann kam heraus, richtete eine Pistole auf sich und erschoss sich. So schilderte die Polizei den tödlichen Angriff eines 72-jährigen Berliners auf den 55-jährigen Arzt.

Der angegriffene Arzt war Kieferorthopäde in dem Krankenhaus und arbeitete in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Der Täter war ein Patient. Am Montag war er laut Polizei zuletzt in Behandlung. Ob er gestern erneut behandelt werden wollte oder als Mörder kam, ist noch unbekannt.

Fest steht: Der Angreifer schoss mehrere Schüsse auf den Arzt ab. Der lebensgefährlich verletzte Mediziner wurde sofort auf die Intensivstation gebracht und notoperiert. Trotzdem starb er kurz darauf an einer oder mehreren schweren Verletzungen.

Ein Patient erzählte später, er habe in der Notaufnahme gesessen, als plötzlich Ärzte und Pflegepersonal wegen eines Notfalls abgezogen wurden. Kurz darauf seien Polizisten mit Maschinenpistolen erschienen und hätten die Notaufnahme geräumt. Eine Frau berichtete, dass sie ihren Vater besuchen wollte, aber aus dem Gebäude gewiesen wurde.

Patienten, Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte und anderes Personal versammelten sich vor dem großen Bau aus den 60er Jahren mit 900 Betten. Die Stimmung war gedrückt, zunächst wusste niemand Genaueres.

Als die Nachricht von Schüssen in dem Standort der Uniklinik Charité über Twitter verbreitet wurde, dachten viele Menschen an Terroristen oder Amokläufer. Zu präsent sind in diesen Tagen die Nachrichten aus Nizza, München, Ansbach oder von der Geiselnahme in Frankreich.

Die schwer bewaffneten und maskierten Polizisten des Spezialeinsatzkommandos verließen das Krankenhaus schnell wieder. Gegen 14.15 twitterte die Polizei: „Lage am Campus Benjamin Franklin in Steglitz ist unter Kontrolle. Unsere Kollegen sind vor Ort. Es besteht zur Zeit keine Gefahr.“ Die Polizei betonte, angesichts der Ereignisse der letzten Zeit sei es besonders wichtig, Gerüchte zu vermeiden.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Google & Co: Müssen die Internetgiganten zerschlagen werden?

Google, Amazon, Facebook: Die Digitalisierung hat Firmen hervorgebracht, die kaum Konkurrenz haben. In der analogen Wirtschaft gibt es dafür ein Wort: Monopol. weiter lesen