HINTERGRUND: Eingebrannt bei den Ersthelfern

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Die entsetzliche ICE-Katastrophe von Eschede hat manchen Retter an die Grenze seiner Kräfte gebracht. Zugleich hat sich mit dem Unglück aber auch die "Hilfe für die Helfer" etabliert. "Das Thema war noch nicht etabliert, Eschede war dafür eine Initialzündung", sagt die Leiterin der Einsatznachsorge nach dem Zugunglück, Jutta Helmerichs. "Das hat dazu geführt, dass danach ein Boom der Einsatznachsorge entstanden ist hier in Deutschland, damals vor Ort war das vollkommenes Neuland."

Für die rund 2000 in Eschede eingesetzten Rettungskräfte koordinierte Helmerichs zunächst die Unterstützung durch weitere 100 Helfer vor Ort und leitete dann eineinhalb Jahre lang die Koordinierungsstelle für die Nachsorge. "Das war das erste Ereignis, bei dem die ,Hilfe für Helfer bei einer Großschadenslage umgesetzt werden konnte", sagt sie. 700 der Einsatzkräfte nutzten die Hilfsangebote, 100 hatten nach dem Eschede-Einsatz langfristig Probleme.

Doch was hilft den Helfern nach einem Einsatz wie diesem, bei dem es galt, 101 Tote aus einem zertrümmerten Zug zu bergen und dutzende Verletzte zu retten? "Die größte Hilfe für Einsatzkräfte ist die Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit", betont Helmerichs. Von Bedeutung seien außerdem der Rückhalt in der Familie, Kameradschaft der Einsatzkräfte sowie ein guter Führungsstil und eine starke Identifikation mit der Organisation, für die man in den Einsatz geht. Nicht zuletzt sei auch wichtig, dass man selbst auf sich achte.

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