Große Show im Regen: U2 begeistern Fans in Berlin

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  • Bono hat alles im Griff. Foto: Britta Pedersen 1/5
    Bono hat alles im Griff. Foto: Britta Pedersen Foto: 
  • U2 peppen die Show mit spektakulären Rückprojektionen auf. Foto: Britta Pedersen 2/5
    U2 peppen die Show mit spektakulären Rückprojektionen auf. Foto: Britta Pedersen Foto: 
  • Mit ihrem Album „The Joshua Tree“ katapultierten sich U2 in den Rock-Olymp. Foto: Britta Pedersen 3/5
    Mit ihrem Album „The Joshua Tree“ katapultierten sich U2 in den Rock-Olymp. Foto: Britta Pedersen Foto: 
  • Der Joshua Tree aus der Mojave-Wüste, der auf dem Cover des Albums ist, verdorrte im Jahr 2000. Auf der Bühne lebt er fort. Foto: Britta Pedersen 4/5
    Der Joshua Tree aus der Mojave-Wüste, der auf dem Cover des Albums ist, verdorrte im Jahr 2000. Auf der Bühne lebt er fort. Foto: Britta Pedersen Foto: 
  • U2 versetzen ihre Fans mit einer fulminanten Show in Begeisterung. Foto: Britta Pedersen 5/5
    U2 versetzen ihre Fans mit einer fulminanten Show in Begeisterung. Foto: Britta Pedersen Foto: 
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Es ist ein Abend der Superlative: Die Megastars von U2 gastieren im Berliner Olympiastadion. Im Gepäck haben die Iren eine XXL-Leinwand, die so breit wie das Fußballfeld ist.

Als Vorgruppe heizt Ex-Oasis-Sänger Noel Gallagher mit seiner neuen Combo ein. Und auf der Tribüne tanzen der irische Sänger Rea Garvey und andere Promis wie Jan Josef Liefers, Anna Loos oder Sasha. Nur eines passt beim einzigen Deutschlandkonzert der Rocker am Mittwochabend nicht so recht ins Bild: der Dauerregen.

Es ist kurz nach 21.00 Uhr, als Frontmann Bono, Gitarrist The Edge, Schlagzeuger Larry Mullen Jr. und Bassist Adam Clayton die Bühne im mit rund 70 000 Zuschauern ausverkauften Stadion betreten. Zuvor hatten „Noel Gallagher's High Flying Birds“ in ihrer 50-Minuten-Show für die ersten Rockklänge des Abends gesorgt, unter anderem mit den Oasis-Hits „Don't Look Back In Anger“ und „Wonderwall“.

Die irischen Hitgaranten von U2 legen direkt los. „Sunday Bloody Sunday“ dröhnt es aus den Boxen. Der Sound ist überragend. Die Stimmung auch - trotz anhaltenden Nieselregens. „Der Regen bringt uns nur noch näher zusammen“, tröstet der in schwarz gekleidete Bono und stimmt „Singin' In The Rain“ an.

Danach singt der 57-Jährige eine Hommage an den gestorbenen David Bowie: „Heroes“. Ein Song, in Berlin geschrieben, über ein Liebespaar in Berlin. Passenderweise singt Bono sogar einen Teil auf Deutsch. „Wir können Helden sein, nur für einen Tag.“

Das Publikum in Berlin ist bunt gemischt: Söhne mit ihren Vätern, Ehepaare, Freunde. Aus Portugal, Mexiko und natürlich Irland. Genauso bunt sind die Regenponchos, die die Besucher immer wieder überziehen. Auch Bono und Co. sind auf der imposanten Bühne klatschnass. Das tut der Partystimmung aber keinen Abbruch.

Es folgen Hit auf Hit: „In The Name Of Love“, „Where The Streets Have No Name“, „I Still Haven't Found What I'm Looking For“, „With Or Without You“. Auf der 60 mal 14 Meter großen Leinwand laufen dazu zum Teil fabelhafte Illustrationen.

Mit ihrer aktuellen Tour feiern die Rocker das 30-Jahr-Jubiläum ihrer Platte „The Joshua Tree“. Auch politische Zwischentöne dürfen dabei nicht fehlen. Ein Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump, Bilder aus dem zerstörten Syrien und ein flammendes Plädoyer für Europa gehören dazu.

Während des Songs „Miss Sarajvo“ reichen die Fans im Stadion ein Banner mit dem Konterfei eines syrischen Mädchens weiter, bei „Ultra Violet (Light My Way)“ werden auf der Leinwand berühmte und erfolgreiche Frauen eingeblendet. Darunter Angela Merkel und die Berliner Rapperin Sookee.

Nach Partykrachern wie „Beautiful Day“, „Vertigo“ und „Elevation“, sowie einem nachdenklichen „One“ verlassen die vier Iren nach mehr als zwei Stunden die Bühne. Pünktlich zum Ende verzieht sich der Regen. Am Samstag machen U2 Halt in Rom. Die Wettervorhersage: mehr als 30 Grad und Sonne.

Website U2

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