Griechen rüsten sich für Hitzewelle

Die Menschen auf dem griechischen Festland bereiten sich auf eine Hitzewelle vor. Es werden bis zu 46 Grad erwartet.

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Wer sich Touristen-Attraktionen in Athen – wie hier den Wachwechsel der Präsidentengarde am Ehrenmal für den Unbekannten Soldaten – im Zentrum der Stadt anschauen will, sollte sich in den kommenden Hitzetagen besonders gut schützen.  Foto: 

Griechenland erwartet die erste große Hitzewelle dieses Sommers. Schon die vergangenen beiden Tage waren extrem heiß; für heute sagten Meteorologen Spitzenwerte von bis zu 46 Grad voraus. Für Samstag und Sonntag werden in Athen und auf dem Festland 43 bis 45 Grad prognostiziert. Von Montag an soll die Hitze allmählich weichen.

„Solche Temperaturen sind im Juni sehr selten, wir registrieren sie nur etwa einmal alle zehn Jahre“, sagt Antonis Lalos, der Chef des staatlichen Wetterdienstes EMY. Die griechischen Gesundheitsbehörden raten Urlaubern, sich bei diesen Temperaturen möglichst wenig in der Sonne aufzuhalten, um keinen Hitzschlag zu riskieren.

Auf den griechischen Inseln dürften die Höchstwerte allerdings örtlich deutlich niedriger ausfallen. So erwarten die Meteorologen für die Kykladen „nur“ Spitzentemperaturen von bis zu 33 Grad. Auf Kreta soll es 35 Grad warm werden, Rhodos rechnet mit bis zu 41 Grad. Auf den Ferieninseln des Ionischen Meeres wie Korfu, Zakynthos und Lefkas werden 37 bis 42 Grad erwartet.

Krankenhäuser in Bereitschaft

In Athen und den anderen großen Städten des Landes wurden die Krankenhäuser in erhöhte Bereitschaft versetzt. Vielerorts stellen die Stadtverwaltungen klimatisierte Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen Bürger, die selbst zu Hause keine Klimaanlagen besitzen, Zuflucht vor der Hitze suchen können. Besonders gefährdet seien ältere Menschen über 65 Jahren, chronisch Kranke und Kleinkinder, warnte das Gesundheitsministerium.

Die Behörden appellierten an die Bevölkerung, sich möglichst an schattigen Orten aufzuhalten, körperliche Anstrengungen zu meiden, viel Wasser und Säfte zu trinken, nur leichte Speisen zu sich nehmen und sich immer wieder unter der Dusche abzukühlen.

Ozonwerte überschritten

Hitze und Windstille haben Athen bereits am Mittwoch steigende Ozonwerte beschert. Vielerorts im Stadtgebiet wurden mehr als 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, was die erste Warnschwelle darstellt. Hohe Konzentrationen des unsichtbaren Gases können Symptome wie tränende Augen, Hustenreiz und Kopfschmerzen auslösen.

Zu Hitze und Ozon kommt in griechischen Städten der Gestank verfaulenden Abfalls. Fast zwei Wochen lang haben die Mitarbeiter der Müllabfuhren gestreikt. Die Folge: Überall türmen sich an den Straßenrändern Berge von Unrat. In Athen sind viele Gehwege wegen der Müllhaufen gar nicht mehr passierbar. Schätzungen der Lokalbehörden zufolge sind es dort sowie in Thessaloniki bereits jeweils mehr als 1000 Tonnen Müll. Die Müllarbeiter streikten für die Umwandlung ihrer befristeten Arbeitsverträge in Festanstellungen. Am Dienstag war ein Schlichtungsversuch von Ministerpräsident Alexis Tsipras gescheitert, gestern beendeten sie den Streik erst einmal. höh

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