Gottschalk will es noch mal wissen

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Der neunjährige Alejandro flüstert dem Showmaster was. Zusammen mit seiner Schwester Valeria (7, im Hintergrund) tritt er in der ersten Ausgabe der neuen Gottschalk-Show am Klavier an.  Foto: 

Thomas Gottschalk, wie er leibt und lebt: Mit kernigen Cowboystiefeln, Hosen im Tarnmuster und einem roten Hemd mit goldenen Manschettenknöpfen tauchte er bei der Pressekonferenz zu seiner neuen Show auf und plauderte ganz entspannt über sein aktuelles  Format, in dem talentierte Kinder ihr Können zeigen. „Little Big Stars“ ist am Sonntag zum ersten Mal auf Sat 1 zu sehen, also ausgerechnet beim Konkurrenten seines derzeitigen Haus-und-Hof-Senders RTL.

Seit rund 40 Jahren ist Gottschalk als Showmaster im Fernsehen unterwegs, bei RTL tritt er regelmäßig in der Sendung „Die 2 – Gottschalk und Jauch gegen alle“ auf. In Zusammenhang mit seiner neuen Kindershow bekomme er oft zu hören: „Sag mal, muss das noch sein, eigentlich reicht’s ja schon“, schwadronierte der ewige Sonnyboy des deutschen TV bei der Vorstellung von „Little Big Stars“ in Berlin.

Das Format liege ihm aber sehr am Herzen, weil die Kinder sich nicht verstellen und vieles wesentlich spontaner sei als in anderen Shows. „Die Kinder haben überhaupt kein Zeitgefühl und es ist ihnen völlig egal, was man sich von ihnen erwartet. Die kommen da rein und wollen ihren Spaß haben. An mich oder die Zuschauer denken die keine Sekunde“, sagt Gottschalk. „Ich habe gemerkt dass da eine Art von Ehrlichkeit dahinter ist, die ich im deutschen Fernsehen heute vermisse.“

 Deshalb stellt der ehemalige „Wetten, dass . . ?“-Moderator und Gastgeber der gefloppten ARD-Talkshow „Gottschalk Live“ nun Jungen und Mädchen vor, die sich als Geiger, Seifenblasenkünstler, Tänzer, BMX-Fahrer, Pianist, Cheerleader oder Dinosaurier-Experte hervortun. Dabei soll keine Jury die Auftritte bewerten oder auf andere Art Leistungsdruck ausgeübt werden,  betont der 66-Jährige, es gehe nur um Spaß und nicht um den Wettkampf.

„Kinder nicht vorführen“

Ihm sei es wichtig, dass man die Kinder nicht überfordere oder gar vorführe, sagt Gottschalk, der selber bereits Großvater ist: „Ich habe da pädagogisch die Hand drauf gehabt“. Er sei gespannt, ob das Publikum dieses nicht auf Konkurrenzkampf und Bestleistungen ausgelegte Konzept annehme.

Die neue Show ist die deutsche Adaption des amerikanischen Formats „Little Big Shots“, das seit 2016 bei der NBC läuft, von Steve Harvey moderiert und von Ellen DeGeneres produziert wird. Er habe sich genau informiert, wie die deutsche Adaption aussehen soll, um nicht noch einmal so auf die Nase zu fallen wie beim gleichfalls aus den USA importierten „Supertalent“, wo sich Gottschalk 2012 als Jurymitglied sichtlich unwohl fühlte. Bei der Show mit Dieter Bohlen treten ebenfalls regelmäßig Kinder mit besonderen Begabungen auf. Eines sei ihm bei der Aufzeichnung von „Little Big Stars“ aber doch schwer gefallen, gesteht Gottschalk – die Plaudereien mit den Kindern, die teilweise recht einsilbig waren. Aber: „Wer Klaus Kinski interviewt hat, wird auch mit schwierigen Kindern fertig.“

Die Kleinen wiederum hätten eigentlich erwartet, dass Gottschalk die Taschen permanent voller Lakritze habe, da sie ihn als Werbeonkel aus der Süßwaren-Reklame kennen – was für eine Enttäuschung für die Kleinen.

Info „Little Big Stars“, am Sonntag, 20.15 Uhr, auf Sat 1.

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