Ganzes Dorf in China komplett ausradiert

Ein massiver Erdrutsch hat in China mindestens 121 Menschen begraben. Chancen auf Überlebende gibt es kaum noch.

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Als Rettungshelfer hat Wang Yongbo schon einige Katastrophen miterleben müssen. Doch was er an diesem Morgen zu sehen bekommt, stellt seinen eigenen Worten zufolge „alles Bisherige in den Schatten“. Schutt, Felsbrocken und Geröllmassen – so weit das Auge reicht. Dazwischen tausende Helfer in orangefarbenen Leuchtwesten, die versuchen, noch Überlebende zu finden. „Doch die Chancen sind gering“, sagt Helfer Wang. „Dieser Erdrutsch war einfach zu gewaltig.“

Eine massige Gerölllawine hat am frühen Samstagmorgen in der südwestchinesischen Provinz Sichuan ein gesamtes Dorf unter sich begraben. Nach Angaben chinesischer Staatsmedien sind sämtliche 62 Häuser von Xinmo verschüttet. Bis Sonntag gelang es den Rettungskräften, 15 Leichen zu bergen, mindestens 118 Menschen galten noch als vermisst. Unter dem Geröll begraben ist auch ein Hotel. Wie viele Gäste es zum Zeitpunkt des Unglücks zählte, ist bislang nicht bekannt.

Nur noch Gesteinsmassen

Auf einem in sozialen Medien kursierendem Vorher-Nachher-Bild ist das gewaltige Ausmaß der Zerstörung zu sehen. Schmiegten sich vor dem Unglück noch weiße Bauernhäuser mit roten Dächern malerisch an den Hang, ist von dem Dorf Xinmo jetzt nicht einmal mehr ansatzweise etwas zu erkennen. Stattdessen sind nur noch Gesteinsmassen zu sehen. Auch der nahegelegene Fluss ist auf einer Länge von zwei Kilometern komplett zugeschüttet. Die Zufahrtsstraße zum Dorf ist komplett mit Schlamm und Geröll blockiert.

Es ist ein Rennen gegen die Zeit.  Die Helfer müssen Tunnel graben, um zu den Opfern zu kommen. Anfangs seien noch Lebenszeichen zu hören gewesen. Später seien die aber verstummt. Insgesamt sind mehr als 3000 Helfer im Einsatz. 

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