Freiburger Mensa verbietet Reste-Essen

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Das Projekt soll ein Zeichen setzen gegen die Wegwerf-Gesellschaft: Rund 40 Freiburger Studenten tun sich täglich zusammen, um die Reste der Mensagerichte anderer Studenten zu essen. Statt sich in die Schlange zu stellen, gehen sie zum Abstellband und nehmen sich die noch halbvollen Teller. Um Geld geht es dabei nicht: Die Studenten wollen ein Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln setzen.

Doch die Mensa will die politisch motivierte Essens-Aneignung, „Bändern“ genannt, nun aus rechtlichen Gründen unterbinden. Es sei problematisch, da die Mensa, sobald das Essen zurück auf das Band gestellt werde, wieder juristisch dafür verantwortlich gemacht werden könne, sagt Renate Heyberger, stellvertretende Geschäftsführerin des Studierendenwerks Freiburg: „Die Essensreste sind hygienisch bedenklich. Wenn etwas passiert, haftet der Geschäftsführer.“ Noch vor Weihnachten sollen Abdeckungen über die Bänder gebaut werden. Die Bänderer können das nicht verstehen: „Wir verwerten die Reste, und die Mensa will das verbieten“, sagt Chris Hellerich.

Bisher ist das Bändern in größerem Ausmaß nur aus Freiburg bekannt. Doch die Beteiligten haben vor, es deutschlandweit zu verbreiten. Auf ihrer Facebook-Seite „Bänderia“ machen sie überregional auf sich aufmerksam. Dann wird die Uni Freiburg vielleicht auch bald ihre Abdeckungen  an andere Mensen weiterverkaufen können. Elisa Miebach, dpa

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