Gesund durch den Winter – Diese Lebensmittel und Tricks helfen dabei

Um im Winter gesund und fit zu bleiben und keiner Grippe zum Opfer zu fallen ist es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren. Einige Lebensmittel wirken sich hierbei besonders positiv auf unsere Abwehrkräfte aus.

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Kind wasch dir die Hände sonst wirst du krank – diesen Satz hat sicher jeder schon zu hören bekommen. Aber stimmt das wirklich, und was kann helfen, um gesund und ohne eine lästige Grippe mit Halsschmerzen, Schnupfen und brummendem Schädel durch den Winter zu kommen. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beugt schon regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife einer Ansteckung mit Grippe, Erkältungen oder Magen-Darm-Viren vor. Mindestens 20 Sekunden Zeit sollten dabei fürs Händewaschen eingeplant werden. Insbesondere vor der Zubereitung von Nahrungsmitteln sollten die Hände unters Wasser gehalten werden.

Bei der Auswahl an Lebensmitteln kann zu jenen gegriffen werden, die die Abwehrkräfte stärken. Prinzipiell sind es die Nahrungsmittel, die reich an Vitamin A, C, E, sekundären Pflanzenstoffen wie Carotinoiden oder Bioflavonoiden, Zink, Selen und Omega-3-Fettsäuren sind. Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, sich aus der Gesamtheit der Möglichkeiten an Lebensmitteln zu bedienen und abzuwechseln.

Obst und Gemüse würden allerhand zellschützender Antioxidantien liefern, die bereits im Vorfeld viele Angreifer im Körper unschädlich machen. Empfehlenswert seien hier alle Kohlarten und Brokkoli. Ebenso außergewöhnliches Gemüse wie beispielsweise Gersten-Sprossen, Seetang und die Blaualge Spirulinagelten seien sehr nährstoffreich und ein natürliches, bekömmliches und vollwertiges Nahrungsmittel. „Gerade die Kohlsorten haben in den Wintermonaten Hochsaison“, sagt Keller. Äpfel und Birnen zu essen sei ebenso sinnvoll, um die Abwehrkräfte zu stärken. Sie wirken verdauungsfördernd und enthalten eine Menge Vitamin C, das freie Radikale im Blut, im Gehirn, in den Körperzellen fängt und sie unschädlich macht.

Auch Zwiebeln und Knoblauch sollten in den Wintermonaten im Kochtopf landen. Sie sorgen zwar für schlechten Atem sind aber gut fürs Immunsystem. Die darin enthaltenen schwefelhaltigen Verbindungen sind immunaktivierend, gut für Herz, Blut und Gefäße. Außerdem beinhalten sie wie Äpfel und Birnen einen Stoff der freie Radikale abfängt, der sonst die Zellen angreife funktionsuntüchtig mache.

Auch frischer Zitronensaft habe eine positive Wirkung. Er sorgt dafür, den Körper basisch zu halten und ihn so unattraktiv für Bakterien und Viren zu machen, heißt es in einer Mitteilung des Zentrums für Gesundheit. „Wem der frisch gepresste Saft der Zitrone zu sauer ist, der kann ihn mit lauwarmem Wasser oder Tee vermischen und dann trinken“, sagt die Heilpraktikerin Ilona Möschner aus Ulm. Auf keinen Fall sollte das Wasser mehr als 40 Grad haben, denn dann werde das wichtige Vitamin C zerstört, erklärt sie weiter.

Zu Nüssen sollte im Winter auch gegriffen werden, meint Keller. Sie sind gut fürs Herz, das vegetative Nervensystem und liefern Vitamin E, das unsere Zellen schützt.

Außerdem nicht vergessen werden darf in der kalten Jahreszeit das Trinken von Wasser. Es spült die Gifte und Stoffwechselschlacken aus unserem Körper, die ihn krank machen könnten. Wird zu wenig Wasser getrunken, reichern die Gifte sich an und können dann zu gesundheitlichen Problemen führen. Kohlensäurehaltiges Wasser, süße Getränke oder Kaffee zählen laut Zentrum der Gesundheit aber nicht dazu.

Ein bis zweimal in der Woche sollte auch Fisch auf dem Speiseplan stehen, so Keller. „Er enthält wichtiges Omega 3, Jod und Vitamin D. Hier kann deshalb gern zwischen fettreichem und fettarmem Fisch abgewechselt werden“, sagt sie.

Hat es einen dann aber doch erwischt, muss es nicht gleich die Chemiekeule sein, die vom Leiden befreit. Auch einige Hausmittel wie Wadenwickel helfen beispielsweise bei Fieber. Ein warmes Fußbad trägt zudem zur besseren Durchblutung der Füße bei und aktiviert die Schleimhäute, die dadurch Krankheitserreger besser abwehren können. Wissenschaftliche Studien, darunter eine Untersuchung der Uni Freiburg, bestätigen, dass Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkres­se gegen einige Bakterienarten sowie gegen Viren wirken. Reibt man also frischen Meerrettich, entstehen ätherische Öle, die die Schleimhäute stark rei­zen und zusätzlich aktivieren. Auch Tymian- oder Salbeitee empfiehlt die Ulmer Heilpraktikerin Möschner bei Erkältungen: „Salbei wirkt wie ein Bakterienkiller und heilt Entzündungen im Rachenraum. Gemischt mit Honig wirkt er sogarnoch besser.“

Laut aktuellem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse wurden in 2015 durchschnittlich vier von zehn versicherten Beschäftigten wegen einer Erkältung krankgeschrieben. Um die Symptome zu lindern, wurde dabei häufig zu Medikamenten gegriffen, heißt es weiter. Jeder Fünfte (20,5 Prozent), der wegen einer Erkältung ein bis drei Tage krankgeschrieben war, habe Antibiotika verschrieben bekommen. Im Vergleich dazu sei die Zahl vier Jahre zuvor in 2011 noch höher gewesen. Damals sei es sogar noch fast jeder Dritte (28,8 Prozent) gewesen.

Weiterhin teilt die Krankenkasse in ihrem Gesundheitsreport für Baden-Württemberg mit, dass es im Vergleich zum Vorjahr bei Krankheiten des Atmungssystems zu einem erheblichen Anstieg der Fallzahlen gekommen ist, hier um 22,3 Prozent. Die häufigste Diagnose einer Arbeitsunfähigkeit war auch 2015 die Diagnose „Akute Infektionen der oberen Atemwege“ zu der grippale Infekte wie Erkältungsschnupfen, Entzündung der Nasennebenhöhlen, des Rachenraums, des Kehlkopfes und der Luftröhre gehören.

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