Entwurzelte Bäume, Strom weg

Sachschaden hat der Zyklon "Ita" an Australiens Nordostküste angerichtet: Die Straßen liegen voller Pflanzen, Häuser und Stromleitungen wurden zerstört. Der Zyklon zog gestern abgeschwächt weiter.

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Dach verrutscht: Sturmschaden an einem Hotel in Cooktown (Australien). Foto: dpa

Der Zyklon "Ita" war gnädig: Der Dauerregen hat zwar mehrere Landstriche überschwemmt, Sturmböen mit teils 230 Kilometern in der Stunde entwurzelten stellenweise Bäume und beschädigten Dächer. Aber das Schlimmste ist ausgeblieben. Allerdings strandeten ein paar Korallenriff-Touristen. Bei Cooktown rettete die Feuerwehr zwei von Wasser eingeschlossene Erwachsene und drei Kinder.

Die Behörden hatten sich auf das Schlimmste eingestellt und Fähr- und Flugdienste eingestellt, weil "Ita" ein Monsterzyklon der höchsten Kategorie fünf war. Er schwächte sich aber im letzten Moment ab, bevor er in der Nacht zu Samstag die dünn besiedelte Küste bei Cape Flattery, mehr als 2700 Kilometer nördlich von Sydney, erreichte.

"Ita" war der gefährlichste Zyklon seit "Yasi". Der hatte im Jahr 2011 die Bananen- und Zuckerrohrernten zerstört und Schaden angerichtet, der mit umgerechnet fünf Milliarden Euro beziffert wurde. "Ita" zog gestern als Kategorie-Eins-Zyklon Richtung Südosten. Der Wetterdienst warnte weiter vor heftigem Regen, stellenweise bis zu 400 Millimeter in 24 Stunden.

"Wir haben Riesenglück gehabt", sagte der Bürgermeister von Cooktown, Peter Scott. Auch der Bürgermeister von Cairns, Bob Manning, war zuversichtlich: "Ich glaube, wir sind noch einmal davongekommen." Scott sagte: "Auf der Straße liegen viele Pflanzen und ein paar Häuser wurden beschädigt. "Aber die Gebäudeschäden halten sich in Grenzen." Allerdings sind eine Reihe von Stromleitungen zerstört worden. Der Premierminister des Bundesstaats Queensland, Campbell Newman, sagte, tausende Haushalte zwischen Cairns und Mackay seien zeitweise ohne Strom.

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