Die Geschichte des Kaiserschnitts

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Der Kaiserschnitt verdankt seinen Namen letztlich Julius Caesar. Der Legende nach soll der spätere römische Imperator durch einen Kaiserschnitt auf die Welt gekommen sein. In der Deutung von Plinius ist "Caesar" von "der aus dem Mutterleib Geschnittene" abgeleitet ("caedare" = schneiden). Aus "Caesar" entwickelte sich der Begriff Kaiser, so wurde später aus dem "cäsarischen Schnitt" der Kaiserschnitt.

Dass Caesar wirklich per Schnittentbindung zur Welt kam, ist höchst unwahrscheinlich. Seine Mutter Aurelia soll sich noch Jahre später bester Gesundheit erfreut haben.

Nach altem römischen Recht wurde jedoch Müttern, die die Geburt nicht überlebten, das Kind aus dem Leib geschnitten, um das Überleben des Nachwuchses oder eine getrennte Beerdigung von Mutter und Kind zu ermöglichen.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein führten Kaiserschnitte meist zu einem qualvollen Tod der Mutter. Die erste bekannt gewordene erfolgreiche "Sectio caesarea" an einer Lebenden soll um 1500 in der Schweiz durchgeführt worden sein.

Den ersten für Mutter und Kind erfolgreichen Kaiserschnitt in Deutschland nahm Jeremias Trautmann 1610 in Wittenberg vor. dpa

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