Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft fordert bessere Sicherung von Badeseen

In Badeseen und Binnengewässern passieren die meisten tödlichen Badeunfälle. Dennoch gibt es dort nur selten Rettungsschwimmer, klagt die DLRG.

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Zur Verhinderung von Badeunfällen hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) von den Kommunen eine bessere Sicherung von Badeseen verlangt. „Die Sicherheit muss im Vordergrund stehen und die Kommunen können nicht einfach den Hausmeister schicken und ein ,Baden verboten’-Schild aufstellen“, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese in Bad Nenndorf.

Die Städte und Gemeinden müssten für die Badestellen in ihrem Bereich Gefahrenanalysen vornehmen und im Anschluss über das erforderliche Maß an Sicherung beraten. In überschaubarem Maße könne die DLRG zum Beispiel an den Wochenenden auch Rettungsschwimmer stellen.

Während die Nord- und Ostseeküste von Borkum bis Usedom während der sommerlichen Badesaison täglich von DLRG-Rettungsschwimmern überwacht werde, sei dies bei Binnengewässern nur selten der Fall. Dort aber verunglückten im vergangenen Jahr 80 Prozent der bundesweit 488 Ertrunkenen, hieß es. Gefahrenanalysen könnten den Kommunen dabei helfen, zu erfassen, wie viele Menschen welche Bereiche von Badeseen nutzen, ob es dort besondere Gefahren wie Strömungen oder Pflanzen gebe und zu welchen Zeiten eine Überwachung sinnvoll sei, sagte Wiese.

Wenn eine Kommune mit der DLRG einen Vertrag schließe, könnten Ehrenamtliche die Überwachung leisten und die Stadt sorge für die nötige Ausrüstung. Vor einem kalten Bad in Baggerseen, die noch von der Kies- und Sandindustrie genutzt werden, warnte der Bundesverband Mineralische Rohstoffe (Miro). „Es gibt genügend freigegebene Badeseen, die genutzt werden können“, sagte die Miro-Sprecherin Gabriela Schulz. Es sei dagegen hochgefährlich, in den noch genutzten Baggerseen schwimmen zu gehen.

So seien die Böschungen noch nicht verdichtet und abgeflacht und es bestehe jederzeit die Gefahr, dass das Gelände abrutsche. „Sie sollten sich selbst zuliebe darauf verzichten, über Zäune zu klettern“, so Gabriela Schulz.

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