Der Null-Euro-Schein: Keine Nullnummer

Zwei Euro zahlen, um null Euro zu bekommen? Kein Problem: Im DDR-Museum in Berlin gibt es einen Null-Euro-Schein. Und er ist nicht mal wertlos.

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Ich kaufe mir eine Null. Sie kostet nur zwei Euro. Und der Wert steigt womöglich. Unsinn? Nein. In Berlin machbar. Dort gibt es im DDR-­Museum einen Null­-Euro­-Geldschein zu kaufen. Er ist mit den typischen Sicherheitsmerkmalen versehen und auf echtem Geldscheinpapier gedruckt. Alles korrekt und legal. Die Europäische Zentralbank nickte das Ganze ab. Wäre eventuell so ein Null-­Euro­-Schein die Lösung für die Null-Zins-Politik der EZB? Überlegen könnte man es in der Tat, wenn eine Null dann mehr bringt, als sie wert ist ... Das Museum orderte 10 000 Exemplare. Auf der Vorderseite ist eine Collage: Neben dem Emblem der DDR sieht man eine Szene des Mauerfalls, den Kopf von Karl Marx, die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz sowie den Fernsehturm.

Auf der Rückseite befinden sich typische Wahrzeichen Europas, der Eiffelturm ist da, aber der Big Ben fehlt. Ausgenullt. Wegen Brexit. Mehr als drei Varianten der Null­-Euro­-Scheine möchte das DDR­-Museum nicht herausbringen. Denn darunter würde die Exklusivität leiden, heißt es in einer Mitteilung. Sammler reiben sich die Hände.

Der Rest der Bundesrepublik schüttelt dagegen den Kopf – über die Hauptstadt, in der alles möglich ist. Sogar, dass eine Null gar keine Null­-Nummer ist.

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