Bucks heile Welt: Der Propf

Platz wäre im kleinsten Laden genug für die vielen Kunden. Trotzdem friert sich unsereiner vorm Geschäft die Hacken ab. Schuld hat der Hackenporsche.

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Der trauliche Klingelton der Brotboutique unseres Vertrauens erfreut unser Ohr  leider so gut wie gar nicht mehr. Nicht dass der kleine Laden einem Showroom für Heckenscheren hätte weichen müssen. Im Gegenteil. Das Geschäft mit Öko-Vollkornpfauenauge und Co. läuft wie geschnitten Schrotkerndlbrot. Mithin fast ein bisschen zu gut für unseren Geschmack. Denn: Spontan kriegt man keinen Fuß in die allzeit offen stehende Tür. Immerzu muss man sich im Freien hintanstellen. Oft reicht die Warteschlange bis weit in die Innenstadt hinein. Manchmal bis über die Donau nach Scheuer-Land.

Dabei könnten sich in der Minibäckerei gut und gern acht Leute gleichzeitig aufhalten. Tatsächlich stehen oft höchstens drei drinnen und dreizehn draußen. Selbst wenn  es Stein und Bein friert oder Grotten hagelt. An der Person mitten vor der Ladentheke kommt keiner vorbei. Statt aufzurücken, bildet sie mit allen Mitteln – Hackenporsche, Korb und Gattin – einen Pfropf. Und was ein rechter Pfropf ist, der braucht  nun mal den halben Laden respektive die ganze Bühne für sich. Plus alle Aufmerksamkeit der Welt: Send do wirglich honderdbrozendig Ekokarodda dren en dem Sesamloib? I  nehm doch liaber a Vierdl von dem Dinggl do. Aber ned so digge Scheiba rädla! Wäga meine Dridde, wissad Se.

Und wir? Nehmen Stunden später mit letzter Kraft a halbe Karodde en Rädla. Digge, bidde.

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