Benzol verseucht Trinkwasser in chinesischer Stadt

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Das Trinkwasser der 2,4 Millionen Einwohner von Lanzhou in China ist mit Benzol verseucht worden. Das Mittel ist in Benzin enthalten und es ist krebserregend. Dennoch informierte die Wasserbehörde die Stadtverwaltung erst 19 Stunden, nachdem sie den Stoff entdeckt hatte.

118 Mikrogramm Benzol pro Liter sind am Donnerstag im Trinkwasser in Lanzhou gemessen worden, später 200 Mikrogramm. Erlaubt sind in China 10 Mikrogramm. Das Benzol stamme aus einem Leck einer Rohöl-Pipeline, einer Tochtergesellschaft des Konzerns China National Petroleum Corp, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Die Stadtverwaltung rief die Menschen auf, die nächsten 24 Stunden kein Leitungswasser zu trinken.Die Nachricht löste allerdings Panik aus. In Supermärkten war Wasser am Freitag rasch ausverkauft, die Feuerwehr brachte bis spät in die Nacht Notrationen in die Stadt.

Am Samstag seien nur noch in zwei Bezirken Spuren von Benzol im Wasser entdeckt worden, hieß es aus der Stadtverwaltung. Bis gestern Nachmittag habe der Wert überall wieder unter dem Grenzwert gelegen.

Lanzhou ist bekannt für seine chemische Industrie und die damit einhergehende Umweltverschmutzung. Bereits im März habe es in der Stadt Aufregung um verschmutztes Trinkwasser gegeben.

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