Behörden warnen vor Navi-Nutzung auf A8 bei Stuttgart

„Bitte links einordnen“, tönt es aus dem Navi am Autobahndreieck Leonberg auf Höhe einer Wanderbaustelle. Doch statt zu helfen, kann diese Anweisung sogar für Unfälle sorgen. Behörden fordern nun dazu auf, die Assistenz-Geräte zu ignorieren.

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Foto: dpa  Foto: 

In hundert Metern bitte einmal links abbiegen, dann haben Sie ihr Ziel erreicht. Auch wenn die freundliche Frauenstimme der Navigationshilfe meist sehr hilfreich ist – blind sollte man sich auf das Gerät dann doch nicht verlassen, will man nicht in den Top 10 der schlimmsten Navi-Pannen landen oder einen Unfall verursachen.

Ähnliches passiert aber seit längerem in Stuttgart. Hier landen die Fahrer zwar nicht, wie drei japanische Touristen in Australien, direkt im Ozean, aber auch nicht gerade dort wo sie hin wollten.

Deshalb warnt das Regierungspräsidium Stuttgart jetzt Autofahrer vor der Nutzung von Navigationsgeräten am Autobahndreieck Leonberg (Kreis Böblingen). An der dortigen Wanderbaustelle führen die Geräte wohl zu großer Verwirrung. Obwohl eigentlich alle drei Spuren der A8 in Richtung München frei sind, schickt das Navi einen auf die linke Spur. Es gibt einige Autofahrer, die sich so auf ihr Navi verlassen, dass sie selbst die durchgezogene Linie ignorieren, zumindest bis es rumst und sie sich in einer ganz schön brenzlige Situationen befinden.

Aber was tun, wenn die Technik versagt? Auf die Anbieter der Navi-Systeme wird wohl keiner so schnell Einfluss nehmen, schon gar nicht wegen einer Baustelle in Stuttgart. So greifen die Stuttgarter auf eine altbewährte Methode zurück – auf Verkehrsschilder. Diese sollen darauf hinweisen, dem Navi nicht mehr überall zu trauen. Mit ausgetüftelt hat das die Polizei, die in den Monaten Mai und Juni rund 80 Unfälle im gefährlichen Autobahn-Bereich aufgenommen hat.

Nicht nur auf den Autobahnen lassen sich Fahrer von ihren Navigationsgeräten in die Irre führen. Jüngst musste die Polizei eine Urlauberin in Biederbach im Schwarzwald retten. Sie hatte sich in einem Wald verirrt, weil sie sich blind auf ihr Navigationsgerät verlassen hatte. Um also weder im Wald, Fluss oder in den Top 10 der Navi-Pannen zu landen, gilt am Autobahndreieck Leonberg, bis voraussichtlich Ende September: Kopf an, Navi aus.

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