Autofahrer saßen im Sommer 5,4 Jahre im Stau

Staus nerven, und die Autofahrer brauchten in diesem Sommer ganz besonders viel Geduld: Laut ADAC steckten die Deutschen insgesamt 47 445 Stunden im Verkehr fest.

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Die deutschen Autofahrer haben in diesem Sommer auf dem Weg in die Ferien noch mehr Geduld gebraucht als im vergangenen Jahr. Umgerechnet rund 5,4 Jahre saßen – oder standen – Urlauber auf den Straßen in Deutschland fest, wie der Automobilclub ADAC in München mitteilte.

An den zwölf Ferienwochenenden in der Zeit vom 24. Juni bis 11. September habe es mehr als 70.000 Staus gegeben. Das waren fast 16.000 mehr als im Vorjahr. Der ADAC addierte für seine Berechnung die Dauer aller Staus und kam dabei auf 47.445 Staustunden.

Dennoch sieht der Autoclub auch eine erfreuliche Entwicklung: Die Zahl der langen Staus mit mehr als zehn Kilometern habe spürbar abgenommen. Nach 932 solcher Staus im vergangenen Jahr waren es in diesem Sommer nur 858. Am schlimmsten war es freitags, an diesen Tagen gab es fast die Hälfte aller langen Staus.

Vor allem auf der Autobahn 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg gab es lange Schlangen: Rund 150 Staus hatten hier mehr als zehn Kilometer Länge, mehr als die Hälfte dieser Staus betrafen Bayern. Generell war es im Freistaat am schlimmsten: Jeder dritte lange Stau bildete sich auf den Fernstraßen Bayerns. Niedersachsen folgte mit 18 Prozent und hat damit Baden-Württemberg (17 Prozent) „überholt“. Auf das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen entfielen nur 7 Prozent der langen Staus.

Grenzkontrollen und Wartezeiten bei der Einreise nach Deutschland schlugen sich in der Staubilanz des ADAC nicht nieder – diese kilometerlangen Schlangen bildeten sich nicht auf deutschem Boden. Spürbar seien sie aber im Nachbarland Österreich gewesen, erläuterte der Autoclub. Hier machten sie mehr als zehn Prozent der Staus aus.

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