Auf Tagesmutter ist immer Verlass

|

Als Katja Stock auf der Suche nach einer Tagesmutter für ihre Tochter Lilian auf Sandra Mögenburg traf, hatte sie sofort ein gutes Gefühl. An den Tag kann sich die 36-Jährige noch gut erinnern: "Es war Sommer. Wir saßen im Garten und haben uns unterhalten. Das war so entspannt." Nach dem Gespräch wusste sie sofort, dass die Chemie stimmt. "Das wichtigste ist die Vertrauensbasis", sagt Stock, nur dann könne sie ihr Kind beruhigt in fremde Hände geben.

Die Entscheidung von Lilians Eltern beruhte aber nicht allein auf Sympathie: "Es war alles zusammen. Die Umgebung, der Garten, die Hängematte im Apfelbaum." Wichtig seien auch das pädagogische Konzept und das Spielmaterial gewesen. Mögenburg ist Erzieherin mit Montessori-Diplom, den Grundsatz "Hilf mir, es selbst zu tun" der Montessori-Pädagogik lebe sie auch. "Sie nimmt die Kinder ernst und unterstützt sie in ihrer Selbstständigkeit", sagt Stock. Zudem könne sie um Rat fragen: "Wenn ich unsicher bin, weiß ich, dass ich eine Fachkraft an meiner Seite habe."

Für die Jungingerin, die als Notarin bei der Stadt Heidenheim arbeitet, war von Anfang an klar, dass sie nach einem Jahr Elternzeit zurück in ihren Beruf will. "Ich habe das Jahr zu Hause genossen", sagt sie, aber ihr habe die geistige Anstrengung gefehlt: "Ich hatte einfach das Bedürfnis wieder zu arbeiten." Sie wollte jedoch nicht klassisch halbtags anfangen, sondern brachte Lilian drei Tage die Woche zur Tagesmutter, dafür aber jeweils acht Stunden. "Das wäre in einer Kindertagesstätte nicht möglich gewesen."

Stock schätzt die zeitliche Flexibilität ihrer Tagesmutter, auch dass sie zu Beginn der Betreuung die Dauer der Eingewöhnungszeit mitbestimmen konnte. "Ich wollte dafür mehr Zeit als nur ein paar Wochen." So brachte sie ihre Tochter schon mit acht Monaten stundenweise zu Mögenburg. Diese Vorzüge waren es ihr wert, monatlich etwa die Hälfte ihres Nettoeinkommens für die Betreuung zu bezahlen.

Heute ist Lilian fast drei, geht seit kurzem in den Kindergarten und an einem Nachmittag immer noch zu ihrer Tagesmutter. "Ich wusste einfach nicht, wie ich ihr das sagen sollte: ,Du darfst da jetzt nicht mehr hin", meint Stock. Schließlich sei Mögenburg nach den Eltern die wichtigste Bezugsperson für ihre Tochter. Aber Lilian hat noch mehr mitgenommen: Bei ihrer Tagesmutter hat sie ihren besten Freund kennen gelernt, der jetzt mit ihr in den Kindergarten geht.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Jamaika-Krach – Stimmen aus der Region: „Alle noch auf Endorphin“

Die Abgeordneten der Region zeigen sich angesichts des Scheiterns überrascht. Wie es weitergeht, ist für viele unklar. weiter lesen