"Snowden"-Regisseur Stone: USA sind kein freies Land

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Vor kurzem hat Oliver Stone seinen Film "Snowden" beim Toronto International Film Festival (TIFF) vorgestellt. Foto: Warren Toda

Die USA sind nach Ansicht von Regisseur Oliver Stone (70) kein freies Land.

"Wie kann es frei sein, wenn alle Bürger belauscht werden? Wie kann es frei sein, wenn man sich fühlt, als lebe man in einem 1984-George-Orwell-Staat?", sagte er am Montag in München kurz vor der Europapremiere seines Films "Snowden" über den Whistleblower Edward Snowden im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Seitdem Snowden die Überwachungspraktiken der National Security Agency (NSA) öffentlich gemacht habe, habe sich nichts geändert, "außer, dass große Firmen inzwischen ihre E-Mails verschlüsseln", sagte Stone. Und weder unter Hillary Clinton noch unter Donald Trump werde das anders sein. "Keiner von beiden hat bislang die Tyrannei des Überwachungsstaates angesprochen. Und keiner von beiden hat vor, daran etwas zu ändern."

Der Film "Snowden" kommt an diesem Donnerstag (22. September) in die deutschen Kinos. Stone erzählt darin über einen Zeitraum von neun Jahren die Geschichte hinter dem NSA-Skandal. Der Film erklärt, warum dieser junge Mann mit seinem Job auch sein bisheriges Leben hinter sich ließ, um sich im Jahr 2013 in einem Hotel in Hongkong mit Journalisten zu treffen und ihnen zu erzählen, was er gesehen hat. Für die Film-Vorbereitungen traf Stone Snowden in dessen Zwangs-Exil in Moskau.

"Er hatte das Gefühl, er müsse der Verfassung der Vereinigten Staaten dienen und dass dieser Eid wichtiger ist als der, den er der NSA gegenüber geleistet hat", sagte Stone. 

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