„Die jungen Erwachsenen sind zurück“

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Warum er nicht mehr Ingenieur sein wollte, weiß Bruno Cathala schon lange. Spiele zu erfinden, findet der Franzose spannender. Seit 15 Jahren macht der 53-Jährige nichts anderes. Nun der erste große Preis: Cathalas „Kingdomino“ ist das neue „Spiel des Jahres“. Karten passend anein­ander legen und so ein Königreich bilden –  damit hat der Autor die Jury überzeugt.

In rund 20 Ländern liegt „Kingdomino“ schon in den Läden, doch jetzt dürfte das Geschäft richtig beginnen. Denn Brettspiele sind trotz Handy- und Computerkonkurrenz beliebt, gerade in Deutschland. „Spiele sind etwas für Kinder“, diesen Satz unterschreiben nach Umfragen nur noch die Wenigsten. „Die 20- bis 30-Jährigen sind zurück“, beschreibt Hermann Hutter, Vorsitzender des Spieleverlage-Vereins einen Trend zum Erwachsenen-Spiel.

Karriere als Trinkspiel

Klassiker wie „Mensch ärgere Dich nicht“ bleiben die beliebtesten Brettspiele. Manches Kinderspiel macht eine zweite Karriere als Trinkspiel bei jungen Erwachsenen – wie etwa „Looping Louie“, einst das „Kinderspiel des Jahres“.

Das neue „Spiel des Jahres“ verlegt das Prinzip von Domino in die Welt der Könige und Burgen. Kluge Mechanismen, stimmig verzahnt mit dem Aufbau von Ländereien, meisterlich auf das Wesentliche reduziert – so sieht es die Kritikerjury. Zwei bis vier Spieler ab acht Jahren treten gegeneinander an, legen Kornfeld an Kornfeld, Wald an Wald. Eine Viertel- bis halbe Stunde später steht der Sieger fest.

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