"Das perfekte Model": Jenny Jessen aus Giengen ist ein wenig enttäuscht

Jenny Jessen aus Giengen hat die Fernsehshow "Das perfekte Model" als Dritte beendet. Ihre Enttäuschung, dass sie nicht gewonnen hat, kann sie nicht ganz verbergen. Doch auf die kommenden Wochen freut sich sich schon: "Das ist voll der Wahnsinn." Ein Interview.

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Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz bei „Das perfekte Model“! Wie geht es dir?
Ja, ich freue mich, ich bin zufrieden. Ich darf das nicht so eng sehen. Schließlich bin ich nicht nur Dritte geworden, sondern Dritte von mehreren Tausend. Das ermuntert mich ein bisschen.
 
Das hört sich jetzt aber eher nach Enttäuschung als nach Freude an.
Ich habe schon geglaubt, dass ich gewinnen könnte, weil die Zuschauer über Anrufe mitentscheiden durften. Jede von uns vier Finalistinnen hatte eine Facebook-Seite. Ich hatte dort 3000 Fans, die anderen nur 500. Auch in Blogs gab es Votings und da war ich immer vorne dabei. Deswegen war ich in dem Moment, als sie das Ergebnis gesagt haben, schon sehr enttäuscht. Aber jetzt bin ich zufrieden.
 
Wie haben denn Freunde und Familie auf deinen dritten Platz reagiert?
Meine Mutter, ihr Lebensgefährte und fünf beste Freundinnen haben in Paris bei der Aufzeichnung am Freitagabend live mitgefiebert. Sie waren auch enttäuscht. Am Freitag haben mir auch bestimmt 20 Leute geschrieben, die das Ergebnis wissen wollten. Aber ich habe nicht zurückgeschrieben. Am Dienstag nach der Fernsehübertragung kamen dann auch Glückwünsche. Da habe ich nur geschrieben: „Glückwunsch – wozu?“
 
Was war denn im Finale besonders anstrengend? Und was hat am meisten Spaß gemacht?
Die Walks haben Spaß gemacht. Das war cool. Die Kleider, die wir tragen durften, waren einfach wunderschön. Am schwierigsten war es, auf den Zehen barfuß zu laufen. Das Peinliche daran war, dass ich ganz dreckige Füße hatte. Alle haben es gesehen und mich darauf angesprochen. Aber in Paris war so schönes Wetter, da bin ich mittags eben barfuß draußen herumgelaufen.
 
Du musstest in der Show ja barfuß laufen, weil du innerhalb von einer Stunde in Barcelona ein komplettes Outfit kaufen musstet, aber keine Schuhe gefunden hast. Im Fernsehen sah es so aus, als ob dich das wirklich geärgert hätte. War das so?
Ja, ich war richtig genervt. Das war so stressig. Ich kann so was nicht brauchen. Das Problem war, dass ich nur in Designerboutiquen einkaufen konnte, die weit voneinander entfernt waren. Ich wusste ja nicht einmal, wo die sind. Andere Kandidatinnen konnten sich im Kaufhaus komplett eindecken.
 
Jetzt ein Blick in die Zukunft: Wie geht es für dich weiter nach der Show?
Das ist voll der Wahnsinn. Ich bin seit Samstag wieder zu Hause und habe volles Programm. Eigentlich bin ich völlig übermüdet, aber ich muss viel organisieren. In den nächsten Wochen habe ich ganz viele Termine. Ich bin bei einer neuen Agentur – da ist auch Eva Padberg. Am Mittwoch laufe ich für Guido-Maria Kretschmer in Berlin, da läuft Karolína Kurková auch mit. Und am Donnerstag laufe ich dann nochmal in München. Am Freitag präsentiere ich mich der deutschen Elle in München. Und bald darf ich eine Strecke für die InStyle machen. Ja, und mein Zimmer sollte ich auch mal wieder aufräumen.
 
Wie kannst du das mit der Schule vereinbaren? Du möchtest doch im Sommer deine Fachhochschulreife machen, oder?
Ja, die mache ich. Für nächste Woche hatte ich Glück: Da ist Studienfahrt und ich hatte mich im Voraus schon abgemeldet. Grundsätzlich muss man als Model spontan sein, doch das stört mich nicht. Es ist nur blöd, dass ich immer von Giengen aus anreisen muss. Ich fahre eben viel mit der Bahn.
 
Wurdest du denn dort schon erkannt und angesprochen?
Ganz oft. Die meisten zeigen nur mit dem Finger auf mich. Da fühle ich mich wie ein Tier im Zoo. Aber manche trauen sich und sprechen mich an, wollen Fotos und Autogramme. Das freut mich ganz arg.
 
Und welches Fazit ziehst du aus deiner Teilnahme bei „Das perfekte Model“?
Ich habe viel Erfahrung, Selbstbewusstsein und Mut gesammelt. Vor der Show hätte ich nicht gedacht, dass ich das alles schaffe. Außerdem habe ich Freunde gefunden. Und ich weiß jetzt, was ich will: hauptberuflich modeln.
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