„Black Friday“ bis „Cyber Monday“ – Die Schnäppchenwoche im Netz

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Das Black Friday-Wochenende gilt als Startschuss für die Weihnachtseinkäufe.  Foto: 

„Black Friday“, „Cyber Monday“? – Laut einer Studie von retailmenot können bereits zwei von drei Deutschen etwas mit diesen Begriffen anfangen. Für alle anderen gilt: „Black Friday“ und „Cyber Monday“ sind Marketing-Begriffe die stark amerikanisch geprägt sind. Der „Black Friday“ ist stets der Freitag nach dem wichtigsten Familienfest in den USA, dem Thanksgiving. Er gilt als Start in die Weihnachtseinkaufssaison. Ab dann bieten Onlinehändler ihren Kunden teils erhebliche Preisnachlässe an. Der heutige „Cyber Monday“ ist sozusagen das Finale einer ganzen Woche voller Schnäppchen im Netz. Federführend, ist der Versandriese Amazon, der mit einer durchschnittlichen Ersparnis von 36,53 Prozent auf die praxisferne „unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers“ wirbt.

Handel

Die aus den USA herübergeschwappte Rabattaktion findet bereits zum zehnten Mal in deutschen Onlineshops statt. Laut des US-Einzelhandelsverband NRF nahmen am Wochenende nach Thanksgiving mehr als 154 Millionen Menschen das Schnäppchenangebot wahr. Sie gaben demnach im Schnitt 289,19 Dollar (273 Euro) aus. Insgesamt prognostiziert eine internationale Weihnachtsstudie von retailmenot einen Weihnachtsumsatz von 75.63 Milliarden Euro in Deutschland.

Sicherheit

Obwohl die Rabatt-Aktionen im Onlinehandel immer beliebter werden, warnen Verbraucherschutzzentralen vor dem Angebot. Das Presseportal ots hat nachgehackt und mit Vergleich.org-Pressesprecherin Michelle Günter gesprochen. Die sagt: „Wichtig sind beim Preisvergleich zwei Dinge: erstens dürfen Kunden sich nicht auf den angegebenen durchgestrichenen Preis, die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, verlassen. Diese Angabe ist praxisfern und hat mit Marktpreisen oft nur wenig zu tun. Zweitens müssen Kunden bei Preisvergleichsportalen darauf achten, dass sie den Preis inklusive Versandkosten vergleichen.“

15 Prozent der geprüften AmazonProdukte gab es bei anderen Händlern günstiger als im „Cyber-Monday“-Angebot. „Die Chance auf einen Fehlgriff ist beim „Cyber Monday“ beziehungsweise „Black Friday“ auf Amazon zwar relativ niedrig“, sagt Michelle Günter, „allerdings kann man nur mit einem Preisvergleich wie beispielsweise bei idealo.de oder geizhals.de auf Nummer sicher gehen.“ Sich im Dschungel der Angebote zurechtzufinden, sei zudem „sehr zeitintensiv“.

Die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen warnt den Verbraucher sogar vor Tricks und Gefahren der Schnäppchentage. Sie meinen: „Vor jedem Kauf sollten Sie klären, ob Sie das Produkt wirklich brauchen und ob es Ihren Qualitätsansprüchen genügt. Und: Mit dem ‚Cyber Monday’ endet keinesfalls der Prozente-Rummel im Netz. Shoppen Sie stets unter dem Motto: ‚Schnäppchenzeit ist immer!’“

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Kommentare

28.04.2017 17:45 Uhr

Black Friday "Angebote"

die letzten Jahre habe ich nicht ein vernünftiges Angebot gefunden.. ist doch immer gleich teuer.

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