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Valérie Trierweiler: Frankreichs neue First Lady ist ein Medienprofi

Ihre Vorgängerin brachte Glamour in den Élysée-Palast. Auch mit Valérie Trierweiler ist die neue "Première Dame" ein Medienprofi. Allerdings setzt die Journalistin mehr auf Diskretion als auf Schlagzeilen.

Autor: PETER HEUSCH |
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Bis vor kurzem wusste die Öffentlichkeit so gut wie gar nichts über sie. Dabei ist Valérie Trierweiler schon seit sechs Jahren die Frau an der Seite des neuen französischen Präsidenten François Hollande. Doch glaubt man der Pariser Gerüchteküche, so hat die energische 47-Jährige großen Anteil an Hollandes erfolgreicher Eroberung des höchsten Amts im Staat.

Frankreichs künftige "Première Dame" ist bislang vor allem dadurch aufgefallen, dass sie nicht auffiel. Trierweiler hält viel von Diskretion. Im Gegensatz zu der glamourösen Carla Bruni (44), die als ehemaliges Model und als Chanson-Sängerin das Rampenlicht gewöhnt ist, bleibt die Journalistin und TV-Moderatorin Valérie Trierweiler lieber im Hintergrund.

Doch davon abgesehen weisen die zwei Frauen eine Menge Gemeinsamkeiten auf: Beide sind ebenso schlank wie elegant, beiden wird eine gehörige Portion Selbstbewusstsein nachgesagt, und beide opferten ihre Karrieren zumindest teilweise den Ambitionen ihrer Partner. Vor allem aber üben Bruni wie Trierweiler einen erheblichen Einfluss aus. Carla verhalf ihrem Nicolas zu einem weicheren Image und besseren Manieren, Valérie hingegen verpasste François Kante.

Letzteres darf man durchaus wörtlich nehmen. Mehr als zehn Kilo speckte Hollande unter Trierweilers Regie ab. Er wechselte den Schneider ebenso wie den Optiker, und er streifte seine berühmt berüchtigte Harmoniesucht ab.

Erst Valérie, so sagen selbst Vertraute des Paares, habe den früher als Karamellpudding verspotteten, "allzu netten François" dazu gebracht, mehr Durchsetzungsvermögen an den Tag zu legen und staatsmännischer aufzutreten.

Sich durchzusetzen hat die von spitzen Zungen "Rottweiler" getaufte Valérie Trierweiler früh lernen müssen. Gemeinsam mit fünf Geschwistern wuchs sie in sehr bescheidenen Verhältnissen auf. Aus dem Provinzstädtchen Angers führte ihr Weg zum Studium nach Paris und danach in die Politik-Redaktion der Illustrierten "Paris Match", wo sie sich auf die Berichterstattung über die sozialistische Partei spezialisierte. So schrieb sie unzählige Male über den langjährigen Parteivorsitzenden Hollande. Aus den beruflichen Begegnungen wurde 2005 schließlich eine streng geheim gehaltene amouröse Affäre.

Nicht nur der an der Seite von Ségolène Royal lebende Hollande (das nie verheiratet Paar zog vier gemeinsame Kinder groß) ist zu dieser Zeit gebunden. Die Journalistin ist damals in zweiter Ehe mit Denis Trierweiler verheiratet, einem Kollegen bei "Paris Match" und Vater ihrer drei Kinder. Doch das ist nicht der eigentliche Grund für das Versteckspiel. 2007 zieht Royal als sozialistische Präsidentschaftskandidatin in den Kampf um das höchste Amt im Staat und hält das Bild des "Glamour-Paars der Linken" hoch, welches sie angeblich immer noch mit Parteichef Hollande bildet. Erst nach ihrer Niederlage verkündet Royal den verdutzten Franzosen, dass sie Hollande aus der gemeinsamen Wohnung geworfen habe.

In Wirklichkeit war Hollande schon längst aus- und in ein gemeinsames Appartement mit Trierweiler eingezogen. Und er legte nach dem Sieg von Nicolas Sarkozy nicht nur sein Führungsamt bei den Sozialisten nieder, sondern zog sich fast völlig aus dem Rampenlicht zurück. Dass dem schon abgeschriebenen Politiker vier Jahre später ein fulminantes Comeback gelang, beschert dem Élysée-Palast nun eine weitere Premiere. Denn während Sarkozy 2008 der erste Präsident war, der im Amt heiratete und Carla Bruni 2011 die erste First Lady, die ein Baby zur Welt brachte, steht dem ehrwürdigen Präsidentensitz jetzt die erste wilde Ehe ins Haus.

Wobei die ebenso fein- wie eigensinnige Frau unumwunden eingesteht, dass sie noch keine genaue Vorstellung von ihrem künftigen Leben an der Seite des Staatspräsidenten hat. Ihr Wunsch, "weiterhin als Journalistin zu arbeiten, weil es mir wichtig ist, finanziell unabhängig zu sein", dürfte sich unter den gegebenen Bedingungen kaum verwirklichen lassen.

Auf der Hand liegt hingegen, dass sie als First Lady nicht mehr wie gewohnt dezent im Schatten bleiben kann. Trierweiler ist Medienprofi genug, um zu wissen, dass sich in den kommenden Jahren ein Schwarm von Paparazzi an ihre Fersen heften wird, um jeden Tritt in der Öffentlichkeit, erst recht jeden Fehltritt, festzuhalten.

1 Kommentar

10.05.2012 10:38 Uhr

Wahre Partnerschaft

Jeder Mann, der eine Frau hat, die Ihn voll und ganz unterstützt kann sich glücklich schätzen, das gilt auch für Frauen deren Männer Sie voll und ganz unterstützen.

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