Schnell gelernt, schnell gespielt
Ein Holzbrett mit Mulden und 36 Murmeln in sechs Farben: Daraus hat Dieter Stein ein kleines und gleichermaßen geniales Spielchen gezaubert: „Paletto“.
EDWIN RUSCHITZKA
Spielen kann richtig anstrengend sein. Und dann gibt es hin und wieder auch genial einfache Ideen, die mit kurzen Regeln zurecht kommen. „Paletto“ von Dieter Stein ist so ein Fall – entspannend und spannend zugleich für zwei oder drei Personen. Mit einem kleinen Holzbrett aus geölter Buche, in das Vertiefungen gefräst wurden, sowie 36 kleinen Murmeln in sechs Farben hat der Autor im Verlag Gerhards Spiel und Design einen Geniestreich hingelegt.
Zuerst werden alle Murmeln in die Vertiefungen gelegt. Einzige Vorgabe: Gleichfarbige Glaskugeln dürfen nie nebeneinander liegen. Sobald diese erste Hürde genommen ist, geht's los. Wer dran ist, darf gleichfarbige Murmeln vom Brett nehmen, wenn sie von zwei Seiten erreichbar sind. Das sind am Anfang nur die Kugeln in den Ecken. Später können es mehr sein. Einzige Bedingung beim Nehmen: Alle Kugeln müssen nach dem Zug weiter waagrecht oder senkrecht verbunden bleiben.
Gewonnen hat, wer zuerst sechs Murmeln einer Farbe gesammelt hat. Oder: Sieger ist auch, wer die letzte Murmel vom Brett nimmt. Schluss ist etwa nach 15 bis 20 Minuten. Was folgt, ist eine Revanche, vielleicht auch ein drittes, viertes, fünftes Spiel. Das flotte Spielchen kann richtig süchtig machen.
„Kunterbuntes Knobelspiel für die ganze Familie“ schreibt der Verlag auf das Schachtelcover: Recht hat er, denn genau das ist „Paletto“ auch, das es in zwei Varianten gibt: zum einen als kostengünstige kleine Ausgabe für 18,50 Euro mit einem kleineren Holzbrett und Glasmurmeln, zum anderen mit einem größeren Spielbrett und Zylindern aus Holz.
Wer will kann das Spiel auch direkt bestellen: Gerhards Spiel und Design, Bergstrasse 29 in 56235 Ransbach-Baumbach, Tel. (02623) 2521, E-Mail: info@spiel-und-design.eu.
Mehr Spiele, die in dieser Reihe vorgestellt werden, im Internet unter swp.de/spieletest
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Autor: EDWIN RUSCHITZKA | 26.08.2011
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