Sawatzkis letzter Fall: Abschied mit Dosenbier

Frankfurt.  Am Sonntag lösen Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf als Frankfurter "Tatort"-Duo ihren letzten Fall. Angeblich hat die Chemie nicht mehr gestimmt.

Eines der eindrucksvollsten Kapitel in der Geschichte des "Tatorts" geht zu Ende: Achteinhalb Jahre lang waren Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf als unvergleichliches Ermittlerduo Charlotte Sänger und Fritz Dellwo in der Bankenmetropole Frankfurt im Einsatz, ihre düsteren und schonungslos aufwühlenden Fälle rührten bisweilen fast im Stil einer griechischen Tragödie an Themen wie Tod und Trauer. Jetzt lösen die beiden ihren 18. und letzten Fall.

Erwartungsgemäß ist "Am Ende des Tages" keine leichte Kost - sie erzählt vielmehr die Geschichte einer erbarmungslosen Rache; viele Szenen spielen sich im Rotlichtmilieu und im Gefängnis ab. Dennoch finden sich Gelegenheiten für skurrile Töne und versöhnliche Momente. "Dieser Fall fühlt sich komisch an. Als ob wir das alles hier zum letzten Mal machen", sagt Sänger an einer Stelle, und Dellwo antwortet: "Da müssten sie uns schon erschießen." Doch keine Bange: Im Finale wird zwar scharf geschossen, doch die beiden Kommissare prosten sich am Ende mit Dosenbier zu und tauschen sogar schüchterne Bussis. Ein versöhnlicher Schlussakkord, der nicht zuletzt deshalb interessant ist, weil die Chemie zwischen Sawatzki und Schüttauf Gerüchten zufolge so schlecht war, dass dies einer der Gründe für das Aus des Teams gewesen sein soll.

Das neue Frankfurter "Tatort"-Duo, Nina Kunzendorf und Joachim Król, tritt 2011 seinen Dienst an. Król gab dafür seine Rolle als Kommissar "Lutter" in der gleichnamigen ZDF-Reihe auf. Sein letzter Fall läuft am Samstag im Zweiten.

"Tatort: Am Ende des Tages", am Sonntag, 20.15 Uhr, ARD.


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Autor: CORNELIA WYSTRICHOWSKI | 03.09.2010

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