NOTIZEN vom 6. September

Unglückstunnel frei

Rund sechs Wochen nach der Duisburger Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten ist die Straße durch den Unglückstunnel, die seit der Katastrophe gesperrt war, gestern wieder für den Verkehr freigegeben worden. Der Bürgerkreis Gedenken hatte am Samstag eine Gedenktafel an der Brückenmauer enthüllt. In einem großen Glaskubus sollen Gedenkgaben für die 21 Toten und 500 Verletzten des Unglücks dauerhaft ausgestellt werden.

Erdrutsche: Viele Tote

Auf einer Fernstraße in Guatemala sind am Wochenende mindestens 22 Menschen von Erdrutschen verschüttet und getötet worden. Dutzende weitere wurden gestern vermisst. Der erste Erdrutsch begrub am Samstagmittag einen Bus unter Geröllmassen. Präsident Alvaro Colom rief daraufhin den nationalen Notstand aus. Stunden später ereignete sich nach Behördenangaben in 90 Kilometern Entfernung ein weiterer Erdrutsch. Auch Helfer wurden verschüttet.

Traktorschau: Kind getötet Zu einem tragischen Unfall ist es gestern Nachmittag bei einer Traktorschau im mittelfränkischen Wilhermsdorf (Bayern) gekommen. Als eine 14-Jährige bei der Schau einen Traktor fuhr, auf dem auch ein einjähriger Bub und ein vierjähriges Mädchen saßen, stürzte der Junge plötzlich von dem Fahrzeug und wurde von einem Hinterrad überrollt. Für das Kleinkind kam jede Hilfe zu spät.

Per Sonde in die Sonne

Neues Nasa-Projekt: Die US-Weltraumbehörde will mit einer Sonde den über eine Million Grad heißen Strahlenkranz der Sonne untersuchen. Die "Solar Probe Plus" ist so groß wie ein Auto und soll bis spätestens 2018 zur Sonnen-Korona geschickt werden, die über 140 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist. Die Sonde werde direkt in die Atmosphäre der Sonne eintauchen und "eine Region erforschen, die kein Raumfahrzeug je zuvor berührt hat". Eine Frage lautet: Warum ist die äußere Sonnen-Atmosphäre so viel heißer als die sichtbare Sonnenoberfläche?


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06.09.2010

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